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East West Aktie: Prognose angehoben

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 00:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Einlagen und eine verbesserte Zinsmarge stützen East West Bancorp; der erwartete Zinsüberschuss wächst 2026 um 9 bis 10 Prozent.
Abstrakte architektonische Struktur bei Sonnenaufgang, die Wachstum und eine positive Marktstimmung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

East West Bancorp hat im dritten Quartal fast alles auf Rekord gedreht und gleichzeitig die Zinsprognose für 2026 erhöht. Die Zahlen schlagen die Erwartungen nur knapp. Die Qualität des Quartals überzeugt dennoch.

Rekorde bei Gewinn und Einlagen

Der Nettogewinn lag bei 382 Millionen Dollar, der Gewinn je Aktie bei 2,76 Dollar. Analysten hatten mit 2,72 Dollar gerechnet. Der Umsatz erreichte 823 Millionen Dollar und übertraf damit die Schätzung von 811 Millionen Dollar.

Treiber waren die Einlagen. Sie wuchsen um 1,4 Milliarden Dollar auf Rekordniveau, während die durchschnittlichen Einlagenkosten leicht sanken. Die Nettozinsmarge stieg um 6 Basispunkte auf 3,49 Prozent. Das Management führt das auf höhere Erträge aus neu bepreisten Aktiva bei stabilen Finanzierungskosten zurück.

Hinter dem Einlagenwachstum steckt eine bewusst bodenständige Strategie. Filialleiter und Kundenberater klopften wiederholt bei Kleinunternehmen an, was laut Finanzchef Chris Del Moral-Niles das Wachstum bei zinslosen Girokonten antreibt. Diese legten im Jahresvergleich um rund 15 Prozent zu.

Kreditqualität stabil, Kosten sinken

Die Nettoausfälle fielen auf 15 Basispunkte, nach 19 im Vorquartal. Die notleidenden Aktiva stiegen minimal auf 30 Basispunkte. Etwas auffälliger entwickelten sich kritisierte Kredite im Firmenkundengeschäft, die leicht zulegten. Das Management sieht keine Konzentration auf einzelne Branchen.

Die Effizienz bleibt branchenführend: Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 34,4 Prozent. Schwächer lief das Vermögensverwaltungsgeschäft, dessen Gebühren wegen geringerer Verkäufe strukturierter Produkte um 4 Millionen Dollar sanken.

Höhere Prognose, solide Kapitalbasis

Für 2026 erwartet East West nun ein Wachstum des Zinsüberschusses von 9 bis 10 Prozent, zuvor waren es 8 bis 9 Prozent. Die Spanne für Kreditausfälle wurde auf 15 bis 20 Basispunkte eingeengt. Beim Kreditwachstum bleibt es bei 6 bis 8 Prozent.

Die harte Kernkapitalquote lag bei 15,4 Prozent. Die Dividende für das vierte Quartal beträgt 0,80 Dollar je Aktie. Für Aktienrückkäufe stehen noch 117 Millionen Dollar der Ermächtigung bereit. Zukäufe schließt Konzernchef Dominic Ng nicht aus, hält sie aber für unwahrscheinlich, solange organisches Wachstum möglich ist.

Die Aktie schloss mit 128,27 Dollar gut 2 Prozent im Plus und blieb nachbörslich unverändert. Sie liegt damit etwas unter dem Jahreshoch von 137,47 Dollar.

Im vierten Quartal rechnet das Management mit einer weitgehend stabilen Marge. Eine Herausforderung sind Einlagen über rund 15 Milliarden Dollar, die auslaufen und neu bepreist werden müssen. Die Zinskosten für die Neuanlage dürften nach aktuellen Konditionen ähnlich bleiben wie im zweiten Quartal.

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