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Elbit Systems Aktie: Israel plant Iron-Fist-Nachrüstung

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 19:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Israel plant den Schutz schwerer Pionierfahrzeuge mit Elbits Iron Fist; zugleich wächst die Bombenfertigung, während Milliardenforderungen offen sind.

Elbit Systems: Iron-Fist-Nachrüstung geplant, Aktie steigt um 3,4 Prozent
Abstrakte, atmosphärische Darstellung moderner Verteidigungstechnologie und industrielle Ingenieurskunst. Illustration mit AI erstellt.

Die israelischen Streitkräfte planen eine umfassende Nachrüstung ihrer schweren Pionierfahrzeuge mit dem aktiven Schutzsystem Iron Fist von Elbit Systems. Wie die Jerusalem Post am Sonntag berichtete, treibt der Heereskommandeur Generalmajor Nadav Lotan dieses Vorhaben voran. An der Börse reagierten die Anleger positiv auf die Aussicht auf neue Beschaffungen: Die Aktie von Elbit Systems legte am heutigen Montag um 3,4 Prozent auf 640,00 Euro zu.

Schutzsystem für die Pioniertruppe

Hintergrund der geplanten Nachrüstung sind schwere Verluste an Spezialgerät im Einsatz: Berichten zufolge wurden seit Ende 2023 mehr als 30 schwere Pionierfahrzeuge der israelischen Armee zerstört.

Insgesamt verfügt das Militär über einen Bestand von rund 530 Planierraupen und schwerem Pioniergerät. Das von Elbit entwickelte System Iron Fist nutzt Radar- sowie elektrooptische Sensoren, um anfliegende Panzerabwehrraketen und Geschosse rechtzeitig zu erfassen und durch den gezielten Abschuss von Abfangkörpern unschädlich zu machen.

Die geplante Integration ist Teil eines umfassenderen Konzepts, das den Brigaden im Feld größere Unabhängigkeit verleihen soll. Neben dem unmittelbaren Fahrzeugschutz zielt die militärische Führung auf verlässlichere Führungsstrukturen ab, die auch bei gezielter elektronischer Kampfführung oder gestörten Funkverbindungen intakt bleiben.

Fertigung von Fliegerbomben und offene Rechnungen

Parallel zur Ausrüstung der Bodenstreitkräfte forciert Israel die Eigenfertigung kriegswichtiger Güter. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals CTech vom Sonntag hat Elbit im Rahmen des staatlichen Programms „Blue and White“ mittlerweile die Produktion von Flugzeugbomben aufgenommen.

In den Aufbau dieser Fertigungslinien sowie die Einlagerung kritischer Vorprodukte flossen bereits mehrere Milliarden Schekel, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen schrittweise zu verringern.

Gleichzeitig sorgt die staatliche Haushaltslage für finanzielle Belastungen bei den Lieferanten. Das Verteidigungsministerium verzeichnet bei den großen heimischen Konzernen Elbit, Rafael und Israel Aerospace Industries offene Forderungen von mehr als 17 Milliarden Schekel.

Während Militär und Ministerium für das Jahr 2026 ein zusätzliches Budget von 40 Milliarden Schekel anfordern, hat der Finanzausschuss des Parlaments vorerst die Freigabe von 15 Milliarden Schekel beschlossen.

Internationale Nachfrage stützt den Kurs

Auch auf den Exportmärkten verzeichnet Elbit anhaltendes Interesse an schwerem Gerät. So setzte Serbien bei einer Militärübung Mitte September erstmals öffentlich den israelischen Mehrfachraketenwerfer PULS ein.

Belgrad hatte das System im Rahmen eines Ende 2024 geschlossenen Vertrags über 335 Millionen US-Dollar bestellt. Gestützt auf die weltweite Rüstungskonjunktur und die hohe Auslastung verzeichnet die Aktie von Elbit Systems seit Jahresbeginn ein Kursplus von 27 Prozent.

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