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Electro Optic Systems: EBITDA erstmals positiv

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 21:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Electro Optic Systems meldet erstmals positives EBITDA und einen Rekordauftragsbestand. Die Prognose für 2026 wurde angehoben.

EOS Aktie: Operative Wende und Rekordaufträge treiben Kurs
Hochmoderne optische Technologiekomponenten in einem industriellen Labor mit professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Electro Optic Systems (EOS) meldet sich mit starken Zahlen zurück. Nach einem schwierigen Monat mit deutlichen Kursverlusten sorgt die Aussicht auf operative Gewinne für Käufe. Das Unternehmen profitiert dabei massiv von der globalen Nachfrage nach Verteidigungstechnologie.

Operative Wende geschafft

Für das erste Halbjahr 2026 erwartet der Konzern erstmals ein positives EBITDA. Damit lässt EOS die verlustreiche Vergangenheit hinter sich. Der vorläufige Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten auf rund 169 Millionen AUD. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 284 Prozent.

Analysten führen diese Entwicklung auf eine hohe operative Hebelwirkung zurück. Die gestiegenen Produktionsmengen decken die Fixkosten nun effektiv ab. Zudem beschleunigten Kunden aus dem Nahen Osten ihre Abnahmen. Angesichts regionaler Spannungen forderten sie Lieferungen von ferngesteuerten Waffensystemen früher an als geplant.

Rekordbestand durch Anti-Drohnen-Systeme

Der Auftragsbestand erreichte Ende Juni 2026 einen Rekordwert von 846 Millionen AUD. Das sorgt für Planungssicherheit bis weit ins Jahr 2027. Ein wichtiger Baustein ist ein Großauftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Anti-Drohnen-System „Slinger“ bringt ein Volumen von etwa 175 Millionen AUD ein.

Parallel dazu zahlt sich die Übernahme von MARSS aus. Die neue Sparte steuerte bereits Aufträge im Wert von 188 Millionen AUD bei. Dazu gehört ein landesweiter Vertrag zur Drohnenabwehr. Um sich besser im europäischen Ökosystem zu positionieren, verlegte EOS das MARSS-Hauptquartier kürzlich nach Nizza.

Erhöhte Prognose mit Restrisiko

Das Management hebt das Umsatzziel für das Kerngeschäft deutlich an. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet EOS nun mit 280 bis 300 Millionen AUD. Zuvor lag die Spanne bei maximal 270 Millionen AUD. Die Aktie reagiert am Freitag mit einem deutlichen Plus und notiert bei 4,10 Euro.

Die Volatilität bleibt mit annualisierten 74,86 Prozent jedoch extrem hoch. Großaufträge im Rüstungsbereich führen oft zu schwankenden Einnahmen. EOS kalkuliert damit, dass nur 60 bis 80 Prozent des Auftragsbestands bis Ende 2027 umsatzwirksam werden. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass es die Profitabilität bei der Skalierung der Produktion stabilisieren kann.

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