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Eli Lilly Aktie: EMA empfiehlt Foundayo-Zulassung

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 03:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach einem Rückgang der US-Verschreibungen bleiben Foundayos Nachfrage, Lillys Medikamentenumsätze und die ausstehende EU-Entscheidung zentrale Prüfpunkte.
Lam Research US5324571083 Makro polierter Vakuumkammer Flansch mit O Ring Dichtung auf schwarzem Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Die US-Wochenverschreibungen von Eli Lillys Foundayo sind nach dem Columbus-Day-Feiertag zurückgegangen. Die gestern veröffentlichten Daten zeigen einen Rückgang um etwa 4 % auf rund 58.000 Rezepte. Vor dem Quartalsbericht am 29.10.2026 steht damit neben dem Wachstum der etablierten Medikamente auch die Nachfrageentwicklung bei der oralen GLP-1-Therapie im Blickpunkt.

Feiertagswoche erschwert die Einordnung

Fierce Pharma berichtete unter Berufung auf IQVIA-Daten über die schwächere Verschreibungswoche. Auch die konkurrierende Wegovy-Pille verzeichnete einen leichten Rückgang. Die Entwicklung betrifft somit nicht allein Lillys Produkt. Der Feiertagseffekt erschwert es allerdings, daraus bereits einen belastbaren Nachfragetrend abzuleiten.

Jefferies schätzt Lillys Anteil am US-Markt für orale GLP-1-Therapien derzeit auf etwas über 25 %. Novo Nordisk kommt demnach auf knapp 75 %. Lilly liegt in diesem Teilmarkt damit hinter dem Wettbewerber.

Für Anleger ist die Unterscheidung zwischen einer schwächeren Einzelwoche und einer dauerhaften Veränderung entscheidend. Die jüngsten Rezeptdaten allein belegen noch keine Trendwende. Sie geben aber einen konkreten Prüfpunkt für die nächsten Wochen vor: Kann Foundayo nach der Feiertagswoche wieder zulegen?

Europäische Zulassung als nächste Etappe

Parallel dazu eröffnet sich eine mögliche Erweiterung des Absatzmarktes. Die EMA empfahl eine EU-Zulassung von Foundayo für Gewichtsmanagement und Typ-2-Diabetes. Eine Entscheidung der EU-Kommission wird in einigen Wochen erwartet. Eine endgültige Zulassung steht damit noch aus.

Die europäische Perspektive und die jüngsten US-Rezeptzahlen betreffen unterschiedliche Etappen der Produktentwicklung. Während in den USA die laufende Nachfrage messbar ist, hängt der nächste Schritt in Europa zunächst von der regulatorischen Entscheidung ab. Die Empfehlung ist deshalb eine wichtige Voraussetzung, aber noch kein Beleg für künftige Verkäufe.

Quartalsbericht prüft das Wachstum

Lilly will die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor Börsenöffnung vorlegen. Laut Bloomberg-Optionsdaten preist der Markt rund um die Veröffentlichung eine Aktienbewegung von 6,6 % ein. Die Richtung lässt sich daraus nicht ablesen.

Operativ bleiben Mounjaro und Zepbound die zentrale Messlatte. Ihre kombinierten Verkäufe stehen beim anstehenden Bericht ebenso im Fokus wie Preise, Bruttomarge und Produktionsfortschritt.

Im zweiten Quartal 2026 erzielten die beiden Medikamente zusammen rund 14,9 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das Unternehmen prognostiziert für das Gesamtjahr Erlöse von 85–87 Milliarden US-Dollar.

Damit entscheidet nicht eine einzelne Rezeptwoche über Lillys Wachstumsaussichten. Aussagekräftiger wird das Zusammenspiel aus Foundayos weiterer Nachfrageentwicklung, den Verkäufen der etablierten Medikamente und dem Preisdruck. Der Quartalsbericht liefert dafür den nächsten umfassenden Prüfstein.

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