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Eli Lilly Aktie: Gewinnprognose sinkt trotz Umsatzplus

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 06:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Cantor Fitzgerald begründet das höhere Kursziel mit Lillys Erlösausblick; Aufwendungen drücken zugleich auf die bereinigte Gewinnprognose.
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Cantor Fitzgerald hat gestern das Kursziel für Eli Lilly von 1.440 $ auf 1.600 $ angehoben. Medienberichten zufolge verwies Analyst Carter Gould auf den Umsatzausblick des Unternehmens und behielt seine übergewichtete Anlageempfehlung bei. Die Neubewertung folgt auf die Quartalszahlen: Lilly erwartet höhere Erlöse, hat seine bereinigte Gewinnprognose allerdings gesenkt.

Damit rückt die unterschiedliche Entwicklung von Umsatz- und Ergebnisausblick in den Mittelpunkt. Für die positive Einschätzung von Cantor ist die angehobene Umsatzprognose ausschlaggebend. Die Belastung des bereinigten Gewinns verlangt dennoch eine getrennte Betrachtung.

Höhere Erlöse, niedrigere Gewinnprognose

Am Donnerstag meldete Eli Lilly für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 24,4 Milliarden $. Das entspricht einem Wachstum von 39%. Als wesentliche Treiber nannte das Unternehmen Mounjaro und Zepbound.

Die beiden Medikamente tragen damit die jüngste Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig verlief der Marktstart von Foundayo schwächer als erwartet. Der Quartalsbericht liefert also kein einheitlich positives Bild aller Produkte, auch wenn das Umsatzwachstum kräftig ausfiel.

Für 2026 hob Lilly die Umsatzprognose auf 91,0 bis 92,0 Milliarden $ an. Auf diesen verbesserten Ausblick stützt Gould seine Kurszielerhöhung.

Die Gewinnseite entwickelt sich dagegen nicht im Gleichschritt. Lilly begründete die niedrigere bereinigte Ergebnisprognose mit Aufwendungen für erworbene Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Senkung ist damit laut Unternehmen auf diese Belastungen zurückzuführen und nicht auf eine reduzierte Umsatzerwartung.

Den bereinigten Gewinn je Aktie erwartet Lilly für 2026 zwischen 35,00 und 36,00 $. Die höhere Erlösprognose und der gesenkte Ergebnisausblick müssen Anleger folglich nebeneinander betrachten.

Studienfortschritte ergänzen das Wachstum

Neben dem laufenden Geschäft meldete Lilly Fortschritte bei Retatrutide. Am 28. Oktober veröffentlichte das Unternehmen positive erste Ergebnisse einer Phase-3-Studie bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes.

Nach Unternehmensangaben erzielte Retatrutide gegenüber Ozempic eine stärkere Senkung des Blutzucker-Langzeitwerts A1C und mehr als doppelt so viel Gewichtsverlust. Diese Ergebnisse betreffen einen Entwicklungskandidaten und sind von den bereits gemeldeten Umsätzen mit Mounjaro und Zepbound zu unterscheiden.

Für Cantors jüngste Kurszielanhebung bleibt der angehobene Umsatzausblick die ausdrücklich genannte Begründung. Die Studienfortschritte ergänzen das Bild, ersetzen aber nicht die wirtschaftliche Einordnung: Lilly stellt höhere Erlöse in Aussicht, während Aufwendungen für erworbene Forschungsprojekte den erwarteten bereinigten Gewinn belasten. Genau diese Trennung ist für die Bewertung des Quartalsberichts entscheidend.

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