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Erste Bank Aktie: EPS-Ziel über 15 Euro

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Erste Group Bank strebt bis 2030 einen Gewinn je Aktie von über 15 Euro an und fokussiert sich dabei auf Polen und Effizienzsteigerungen.

Erste Group: Neue Strategie zielt auf EPS über 15 Euro bis 2030
Abstrakte Darstellung eines modernen Finanzgebäudes bei goldenem Licht als Symbol für wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Erste Group Bank AG hat am gestrigen Dienstag eine neue langfristige Strategie unter dem Titel "Finanzambition 2030" vorgelegt. Im Zentrum der neuen Zielvorgaben steht die Absicht, das Ergebnis je Aktie (EPS) bis zum Ende des Jahrzehnts massiv zu steigern. Das Institut strebt an, den Gewinn pro Anteilsschein auf einen Wert von über 15 Euro zu heben.

Strategie 2030: Fokus auf Polen und Effizienz

Die geplante Steigerung des Ergebnisses entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 15 Prozent. Als Grundlage für diese Zielsetzung dient das Geschäftsjahr 2025. Hierfür wird ein Nettogewinn von 3,51 Milliarden Euro erwartet. Nach Bereinigung um Dividenden für AT1-Anleihen in Höhe von 139 Millionen Euro sowie weitere Sondereffekte ergibt sich für das Jahr 2025 ein bereinigter Basiswert von 7,72 Euro je Aktie, der nun als Referenz für die Expansion fungiert.

Um dieses Wachstum zu realisieren, setzt das Management auf eine Kombination aus organischer Ausweitung im Kernmarkt Zentraleuropa und einer weiteren Verbesserung der operativen Effizienz. Parallel dazu werden anorganische Optionen geprüft. Laut einer Adhoc-Mitteilung stehen dabei insbesondere potenzielle Zukäufe auf dem polnischen Markt im Fokus der Überlegungen, um die Marktposition der Gruppe weiter zu festigen.

Ambitionierte Ziele für die Eigenkapitalrendite

Neben dem Gewinnwachstum wurden klare Vorgaben für die Profitabilität definiert. Die Eigenkapitalrendite (Return on Tangible Equity, ROTE) soll bis zum Jahr 2030 auf über 20 Prozent steigen. Diese Planungen sind jedoch an spezifische Rahmenbedingungen geknüpft: Das Institut geht in seinen Kalkulationen von einem stabilen Zinsumfeld und einer weitgehend ruhigen geopolitischen Lage aus. Zudem setzt die Strategie voraus, dass keine neuen, signifikanten Bankenabgaben in den für die Gruppe relevanten Ländern eingeführt werden.

An der Börse wird die Entwicklung des Titels bereits seit geraumer Zeit positiv begleitet. In den vergangenen zwölf Monaten verzeichnete das Papier einen Anstieg von 45,93 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kurszuwachs auf 11,58 Prozent, während der Wert aktuell bei 114,70 Euro notiert.

Detaillierte Einblicke in die konkrete Umsetzung dieser Finanzambitionen wird das Institut am morgigen Donnerstag geben. Dann soll im Rahmen einer umfassenden Präsentation erläutert werden, mit welchen strategischen Hebeln die Zielmarken für das kommende Jahrzehnt erreicht werden sollen. Zudem werden weitere Details zur langfristigen Ausrichtung der Geschäftsbereiche erwartet.

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