EssilorLuxottica Aktie: Gen-3-Brille und kamerafreie Variante
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 07:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
EssilorLuxottica und der US-Konzern Meta beschleunigen den Ausbau ihrer gemeinsamen Palette vernetzter Brillen. Auf der Entwicklerkonferenz Connect prÀsentierten die Partner am gestrigen Mittwoch neue Modellreihen, darunter die dritte Generation der smarten Ray-Ban sowie erstmals eine Variante ohne integrierte Kamera. Der Brillenkonzern treibt damit die Verschmelzung von traditioneller Sehhilfe und digitaler Sensorik voran.
An den europĂ€ischen HandelsplĂ€tzen sorgte die AnkĂŒndigung fĂŒr Entlastung. Die Aktie von EssilorLuxottica legte gestern um 3,6 Prozent zu und ging bei 150,00 Euro aus dem Handel. Der Zuwachs mildert das schwache Gesamtjahr etwas ab, in dem das Papier seit Jahresanfang ein Minus von 45 Prozent verzeichnet.
Neue Generation und kamerafreie Variante
Mit der erweiterten Modellpalette vertiefen beide Unternehmen ihre technologische Kooperation. EssilorLuxottica steuert Fassungsdesign, GlĂ€ser und Markenrechte bei, wĂ€hrend der Technologiepartner fĂŒr Prozessoren, Mikrofone und Softwareanwendungen verantwortlich zeichnet.
Die neue Ray-Ban Meta Gen 3 setzt weiterhin auf Bildaufnahmen und startet bei einem Preis von 449 US-Dollar. Ausgestattet mit einer 12-Megapixel-Kamera sowie sechs Mikrofonen ermöglicht das Modell Videoaufzeichnungen und erreicht eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden. Bei den Gestellen stehen bekannte Formen wie Wayfarer, Aviator und Zena bereit.
Antwort auf Bedenken beim Datenschutz
Gleichzeitig reagieren die Kooperationspartner auf anhaltende Vorbehalte gegen tragbare Kameras im öffentlichen Alltag. Die BBC berichtete ĂŒber Verbote vernetzter Brillen in britischen Pubs, Schulen und Theatern, wĂ€hrend in Kalifornien eine Sammelklage wegen Eingriffen in die PrivatsphĂ€re angestrengt wurde.
Als Alternative bringen die Partner die Ray-Ban Meta Audio auf den Markt, die gĂ€nzlich ohne Objektiv auskommt. Die Brille wiegt 43 Gramm, bietet eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden und kostet zum Verkaufsstart 349 US-Dollar. Ăber offene Lautsprecher lassen sich Musik hören, Telefonate fĂŒhren und KI-gestĂŒtzte Ăbersetzungen nutzen.
Expansion auf internationale MĂ€rkte
Ăber die Produktanpassungen hinaus forcieren die Unternehmen den weltweiten Vertrieb. Im Vorjahr erzielte die Kooperation bereits ein Volumen von mehr als sieben Millionen verkauften Einheiten. Nun erschlieĂen die Partner neue Regionen, zu denen unter anderem Polen, Portugal, SĂŒdafrika, Indonesien und Neuseeland zĂ€hlen.
Zudem rĂŒcken Modelle mit Bildschirmanzeige auf dem europĂ€ischen Festland nĂ€her. FĂŒr die Display-Brille beginnen Vorbestellungen in Deutschland, Frankreich und Italien bei 899 Euro. Bis zum Jahresende soll das gemeinsame Sortiment auf ĂŒber 100 verschiedene Brillenstile anwachsen.
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