Euronet Worldwide Aktie: OLON startet in Griechenland
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 07:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deEuronet will mehr sein als ein Zahlungsabwickler. Mit OLON stellt das Unternehmen ein Handelsökosystem vor, das Zahlungsannahme, GeschĂ€ftsanwendungen und Zusatzdienste auf einer Plattform bĂŒndeln soll. Der erste Markt fĂŒr den vollstĂ€ndigen Start ist Griechenland.
Was OLON leisten soll
Das System ruht auf drei SĂ€ulen: Zahlungsverkehr, Handel und Wachstum. Im Kern steht eine Plattform fĂŒr stationĂ€ren und digitalen Handel. Sie deckt Terminals, "Tap on Phone", E-Commerce, Zahlungslinks, Kartensysteme, digitale Geldbörsen, Konto-zu-Konto-Zahlungen und lokale Zahlungsmethoden ab.
HĂ€ndler können Module nach Bedarf aktivieren und spĂ€ter erweitern. Das Konzept sieht vor, nicht fĂŒr jeden Markt eine eigene Plattform aufzubauen. Stattdessen soll eine gemeinsame Basis lokale ZahlungsprĂ€ferenzen und regulatorische Vorgaben abbilden.
Dazu kommen Integrationen mit Software fĂŒr Warenwirtschaft, Kassen, Rechnungsstellung, Gastgewerbe oder Ticketing. Berichte, AbrechnungsĂŒberwachung und Kundenbindungsfunktionen laufen in einer OberflĂ€che zusammen.
Mehrwertdienste als Hebel
FĂŒr Euronet dĂŒrfte ein anderer Aspekt interessanter sein: das ZusatzgeschĂ€ft. OLON bindet Dienste aus dem Konzernportfolio ein, darunter steuerfreies Einkaufen, Rechnungszahlungen, Devisenlösungen, LiquiditĂ€tsdienste und Essensgutscheine. HĂ€ndler können auĂerdem digitale Produkte internationaler Marken vertreiben.
Der Verkaufspunkt wird so vom reinen Zahlungsterminal zum Service- und Handelskanal. Das Unternehmen betont selbst, dass es dadurch mehr Möglichkeiten erhĂ€lt, die Beziehungen zu HĂ€ndlern zu vertiefen und zusĂ€tzliche Erlöse zu erschlieĂen. Nikos Fountas, verantwortlich fĂŒr die Zahlungsinfrastruktur in Amerika und EMEA, spricht vom Anspruch, ĂŒber die reine Zahlungsabwicklung hinauszugehen.
Griechenland zuerst, Deutschland im Aufbau
Der Vollstart beginnt in Griechenland. Dort adressiert OLON nach Unternehmensangaben rund 225.000 HÀndler mit 300.000 stationÀren Verkaufsstellen und 7.000 Online-Shops. Euronet baut dabei auf einer PrÀsenz von mehr als 30 Jahren in Europa auf und betreibt HÀndlerdienstleistungen in mehr als 15 europÀischen LÀndern.
Auch in Deutschland und anderen sĂŒdeuropĂ€ischen MĂ€rkten nimmt das Angebot Gestalt an, jeweils zugeschnitten auf lokale Anforderungen. Konkrete ZeitplĂ€ne, Umsatzziele oder Investitionssummen nennt Euronet nicht. Ob OLON das HĂ€ndlergeschĂ€ft messbar antreibt, lĂ€sst sich daher erst an spĂ€teren Segmentzahlen ablesen. Neue Funktionen und Dienste sollen laufend hinzukommen.
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