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European Lithium Aktie: Fusion verschoben auf November 2026

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 19:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Zusammenschluss mit Critical Metals Corp soll Anfang November 2026 erfolgen. Zugleich bleibt Wolfsbergs Investitionsfreigabe offen.

European Lithium: Fusion mit Critical Metals verzögert sich
Nahaufnahme von rohem Lithiumerz auf einer dunklen Steinoberfläche mit natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die geplante Fusion von European Lithium mit Critical Metals Corp braucht länger als angekündigt. Die Umsetzung des Aktien-Zusammenschlusses ist nun für Anfang November 2026 vorgesehen, statt wie zuvor projiziert im September oder Oktober. Damit verlängert sich die Wartezeit für Aktionäre um mehrere Wochen.

Gericht und Aufsichtsbehörde nehmen Verfahren in die Hand

Am 26. August wurde ein Entwurf des Scheme Booklet bei der australischen Aufsichtsbehörde ASIC eingereicht, ein zwingender Schritt für die gerichtlich genehmigten Schemes of Arrangement. Am 15. September folgt die erste Anhörung vor dem Supreme Court of Western Australia.

Dort will das Unternehmen die Anordnung für getrennte Versammlungen von Aktionären und Optionsinhabern erwirken, die über die Fusion abstimmen sollen. Erst nach diesen Etappen kann der eigentliche Vollzug erfolgen – und genau dieser rückt jetzt auf Anfang November.

Die Verzögerung reiht sich in eine Kette regulatorischer Prüfschritte ein, die das Vorhaben seit Wochen begleiten. Erst am 19. August hatten beide Unternehmen eine zweite Änderungsurkunde zur Scheme Implementation Deed unterzeichnet, die das feste Umtauschverhältnis von 0,035 durch eine variable Quote zwischen 0,025 und 0,045 neuen CRML-Aktien je EUR-Aktie ersetzte, ermittelt über einen 20-Tage-VWAP an der Nasdaq.

Critical Metals Corp ergänzte dazu einen Boden von 8,00 US-Dollar und eine Decke von 16,00 US-Dollar, um die Quote gegen kurzfristige Marktschwankungen abzusichern.

Wolfsberg bleibt Unsicherheitsfaktor

Parallel zur Fusion hängt über dem Kerngeschäft von European Lithium weiterhin eine offene Frage: Eine endgültige Investitionsentscheidung für das Lithiumprojekt Wolfsberg in Österreich wird frühestens Ende 2026 erwartet.

Grund ist die Entscheidung eines österreichischen Bundesgerichts, eine zentrale Umweltgenehmigung Ende des vergangenen Jahres aufzuheben. Solange diese Genehmigungsfrage ungeklärt bleibt, fehlt dem Projekt die Grundlage für eine Investitionsfreigabe.

Für Anleger bedeutet das: Der Wert von European Lithium hängt derzeit stärker an der Beteiligung an Critical Metals Corp als am eigenen Bergbauprojekt.

Das Unternehmen hält 31 Prozent an Critical Metals Corp, insgesamt 45.536.338 Aktien, die auf Basis des Schlusskurses vom 14. August mit rund 303,3 Millionen US-Dollar bewertet wurden. Diese Beteiligung dürfte den Kurs von European Lithium in den kommenden Wochen stärker treiben als operative Fortschritte in Wolfsberg.

Kursreaktion bleibt verhalten

An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt uneinheitlich. Am Freitag gab das Papier um 3,2 Prozent auf 0,2235 Euro nach, nachdem der Kurs binnen 30 Tagen um 45 Prozent zugelegt hatte. Damit notiert European Lithium weiterhin rund 30 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt, aber 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 2. Juni. Die hohe Schwankungsbreite dürfte anhalten, solange sowohl das Gerichtsverfahren zur Fusion als auch die Genehmigungslage in Wolfsberg offen bleiben.

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