Evonik, Aktie

Evonik Aktie: Ashland-Gerücht belastet

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 18:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Berichte über Evoniks Interesse an Ashland drücken den Kurs; zugleich bleiben Gespräche mit BASF über einen möglichen Kauf offen.
Evonik Industries DE000EVNK013 als geometrisches Bauhaus-Poster mit dem Sektor-Text CHEMIE in leuchtenden Primärfarben Illustration mit AI erstellt.

Evonik soll offenbar in die Offensive gehen, während der Konzern selbst als Übernahmeziel von BASF gehandelt wird. Gerüchte über einen milliardenschweren Zukauf in den USA setzten die Aktie heute spürbar unter Druck.

Zwischenzeitlich rutschte das Papier bis an die Marke von 20 Euro. Zuletzt notierte es bei 20,16 Euro, ein Minus von rund 3,5 Prozent.

Ashland im Visier

Evonik prüft nach Informationen aus Branchenkreisen eine Übernahme des US-Chemiekonzerns Ashland. Dafür soll das Unternehmen die Investmentbanken Perella Weinberg Partners und JPMorgan beauftragt haben, den Markt nach geeigneten Zielen zu sondieren. Ein Konzernsprecher wollte sich nicht äußern, man kommentiere Marktgerüchte grundsätzlich nicht. Auch die beiden Banken schwiegen.

Bestätigt ist der Plan damit nicht. Die Marktreaktion zeigt dennoch, wie sensibel Anleger auf das Thema reagieren.

Warum der Markt zögert

Aus Sicht einiger Marktteilnehmer hat ein US-Zukauf zwei Haken. Zum einen würde ein solcher Deal Evonik zunächst selbst viel Geld kosten. Zum anderen würde eine große Transaktion das Gesamtpaket für BASF verteuern.

Eine für die Evonik-Aktionäre womöglich lukrative Offerte würde dadurch unwahrscheinlicher. Genau darauf dürfte der Kursrückgang zielen: Mancher Investor hofft offenbar eher auf einen Verkauf als auf einen Zukauf.

Stand bei BASF

BASF hatte am 25. September Sondierungen mit Evonik und der RAG-Stiftung über einen möglichen Kauf bestätigt. Ausgang und Fortgang seien offen, erklärte der Konzern. Medienberichten zufolge bot BASF zunächst rund 22,15 Euro je Aktie, Evonik wies das zurück. Der aktuelle Kurs liegt damit klar unter dieser ersten Offerte.

Auch in der Politik gibt es Kritik an einem möglichen Deal. Für die kommenden Tage richtet sich der Blick darauf, ob Evonik die Ashland-Berichte kommentiert oder BASF Stellung bezieht.

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