Evonik, Aktie

Evonik Aktie: BASF bietet 24 Euro je Aktie

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 00:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BASF bietet 24 Euro je Evonik-Aktie; zugleich plant Evonik den Syneqt-Verkaufsstart 2027 und prüft mögliche US-Zukäufe.
Evonik, Aktie, BASF, Euro, Evonik-Aktie;, Syneqt-Verkaufsstart, US-Zukäufe Illustration mit AI erstellt.

Evoniks Umbaupläne bleiben auch im möglichen Übernahmeszenario ein eigenständiges Thema. Gestern erklärte ein Sprecher der Tochter Syneqt Medienberichten zufolge, die Infrastrukturgesellschaft wolle eigenständig bleiben und suche einen neuen Eigentümer. Laut Reuters plant Evonik, den Verkaufsprozess 2027 zu starten. Für Anleger stehen damit neben dem BASF-Vorstoß auch Entscheidungen über die künftige Konzernstruktur im Mittelpunkt.

Infrastrukturverkauf trifft auf Übernahmepläne

Der Wunsch nach Eigenständigkeit betrifft die Zukunft von Syneqt auch unter einem möglichen Eigentümer BASF. Die Aussage des Sprechers beschreibt dabei eine angestrebte Ausrichtung, keinen bereits vereinbarten Verkauf. Ebenso ist der geplante Start des Verkaufsprozesses nicht mit einem Abschluss gleichzusetzen.

Damit überlagern sich unterschiedliche strategische Vorhaben: Evonik bereitet die Trennung von der Infrastrukturgesellschaft vor, während BASF eine Übernahme von Evonik anstrebt. Für die Bewertung dieser Konstellation ist entscheidend, welche Pläne tatsächlich in verbindliche Vereinbarungen münden. Die Suche nach einem neuen Eigentümer für Syneqt und die Übernahmeverhandlungen um Evonik sind dabei getrennte Vorgänge.

Nach Informationen des Handelsblatts erhöhte BASF sein Angebot am Freitag auf 24 Euro je Aktie beziehungsweise 11,2 Milliarden Euro. Ein Abschluss ist nicht bestätigt. Evonik hatte die erste Offerte als zu niedrig abgelehnt.

Evonik prüft zugleich eigene Zukäufe

Evonik verfolgt allerdings nicht nur Verkaufspläne. Das Handelsblatt berichtete am 22. Oktober, das Unternehmen prüfe seit Monaten größere Zukäufe in den USA. Ashland sei dabei ein möglicher Kandidat.

Die Prüfung befindet sich dem Bericht zufolge in einem frühen Stadium. Ein Abschluss ist nicht sicher; Evonik kommentierte Marktgerüchte grundsätzlich nicht. Damit lässt sich aus dem möglichen Zukauf noch keine feststehende Veränderung des Unternehmens ableiten.

Zusammen zeigen die Vorhaben, dass Evoniks strategische Optionen über die Rolle als Übernahmeziel hinausreichen. Ein Infrastrukturverkauf und ein möglicher US-Zukauf würden unterschiedliche Teile der künftigen Aufstellung betreffen. Anleger sollten deshalb zwischen bestätigten Planungen, berichteten Prüfungen und abgeschlossenen Transaktionen unterscheiden.

Quartalsbericht als nächster Terminanker

Am 3. November veröffentlicht Evonik die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2026. Dieser Termin rückt neben den strategischen Vorhaben das operative Geschäft in den Blick.

Für die Einordnung der Aktie bleiben damit zwei Ebenen wichtig: die Geschäftsentwicklung und die noch offenen Eigentümerfragen. Weder der BASF-Vorstoß noch die Prüfung eines US-Zukaufs ersetzen den Blick auf Evoniks eigene Ergebnisse. Der angekündigte Quartalsbericht bildet dafür den nächsten konkreten Termin.

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