Evonik, Aktie

Evonik Aktie: Berenberg hebt Ziel auf 20 Euro

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 17:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Berenberg setzt das Kursziel für Evonik auf 20 Euro; BASF hatte ein Gebot über 10,3 Milliarden Euro vorgelegt.

Architektur-CGI-Render eines modernen Chemiekonzern-Campus mit Glas-Stahl-Fassade und Solaranlage
Evonik Industries DE000EVNK013 als Architektur-Render eines modernen Konzernhauptsitzes mit Glasfassade und Solaranlage Illustration mit AI erstellt.

Die Privatbank Berenberg beendet ihre skeptische Haltung gegenüber Evonik. Gleichzeitig hob der Experte das Kursziel deutlich von zuvor 15,50 Euro auf 20 Euro an. Bray begründete den Schritt mit dem Übernahmeinteresse durch den Ludwigshafener Branchennachbarn BASF.

Übernahmeinteresse stützt die Bewertung

Das Werben von BASF um Evonik bestimmt seit Tagen das Geschehen rund um das Essener Unternehmen. Vor gut einer Woche hatten die Sondierungsgespräche über eine mögliche Übernahme begonnen, seither legten die Papiere um 4,5 Prozent zu.

Zuvor hatte Evonik den Eingang einer unverbindlichen Ansprache für ein mögliches freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle Aktien bestätigt, zugleich aber erklärt, dass zu jenem Zeitpunkt keine Gespräche stattfanden. BASF selbst hatte Sondierungsgespräche mit Evonik sowie der RAG-Stiftung bestätigt und den Ausgang als offen bezeichnet.

Wenig später folgte laut Reuters eine klare Absage aus Essen: Evonik wies eine Offerte von BASF über 10,3 Milliarden Euro beziehungsweise rund 22,15 Euro je Aktie als zu niedrig zurück. Dennoch bleibt Bewegung in den Eigentümerstrukturen.

Die Großaktionärin RAG-Stiftung stellte nach Angaben der Nachrichtenagentur klar, dass ein vollständiger Verkauf ihrer Beteiligung an Evonik nach den satzungsrechtlichen Vorgaben der Stiftung grundsätzlich möglich sei.

Nächster Meilenstein im November

Die Analysten reagieren mit ihren Anpassungen auf die veränderte Ausgangslage. Während die fundamentale Bewertung der Chemiebranche von Herausforderungen geprägt bleibt, sorgt die potenzielle Transaktion für ein stabiles Bewertungsniveau am Markt. Anleger richten den Blick nun darauf, ob die Gespräche zwischen den beiden Traditionskonzernen neu aufgerollt werden oder BASF ein nachgebessertes Gebot vorlegt.

Im Handel notiert der MDAX-Titel aktuell bei 20,70 Euro und liegt damit nur 1,3 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 20,98 Euro. Neben der Übernahmespekulation rückt auch das operative Geschäft wieder in den Fokus: Am 3. November 2026 wird Evonik den Finanzbericht zum dritten Quartal veröffentlichen und Einblick in die jüngste Geschäftsentwicklung geben.

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