Evotec Aktie: Erholung nach Tiefstand
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 13:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gerade noch auf dem niedrigsten Stand seit 13 Jahren, jetzt ein krĂ€ftiger Satz nach oben: Evotec hat am Vorabend Eckdaten fĂŒr die ersten neun Monate vorgelegt, die ĂŒber den Markterwartungen liegen. Die Aktie reagierte vorbörslich prompt.
Zahlen besser als erwartet
FĂŒr die ersten neun Monate meldet der Wirkstoff-Entwickler einen Umsatz von 465,0 Millionen Euro. Das bereinigte Ebitda liegt bei minus 42,8 Millionen Euro. Beide Werte ĂŒbertreffen die KonsensschĂ€tzungen.
Im dritten Quartal verbesserten sich Umsatz und operatives Ergebnis gegenĂŒber dem Vorquartal. RBC-Analyst Charles Weston wertet beide Kennziffern als deutlich besser als im Schnitt erwartet. Evotec selbst dĂ€mpft allerdings: Die Abweichung gehe im Wesentlichen auf die zeitliche Verteilung der AnalystenschĂ€tzungen zurĂŒck, nicht auf eine strukturelle VerĂ€nderung im Gesamtjahr.
Prognose bleibt, Verlust ebenfalls
An den erst Mitte Juli gesenkten Jahreszielen Àndert sich nichts. Der Konzern peilt weiterhin einen Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro an. Das bereinigte Ebitda soll zwischen minus 70 und minus 105 Millionen Euro liegen. Evotec rechnet damit weiter mit einem operativen Jahresverlust.
Die Börse sieht darĂŒber hinweg, zumindest vorerst. Auf Tradegate legte die Aktie im Vergleich zum Xetra-Schluss um 8,2 Prozent auf 2,64 Euro zu. Am Vortag war sie noch auf 2,406 Euro gefallen, den tiefsten Kurs seit 13 Jahren.
Charttechnik: Kapitulation oder Zwischenhoch?
Zuvor hatte sich der AbwÀrtstrend in den letzten Handelstagen nochmals beschleunigt. Das stark gestiegene Handelsvolumen deutet nach EinschÀtzung von Chartbeobachtern auf eine mögliche Kapitulationsphase hin, also auf ein Ausverkaufsmuster, das oft am Ende einer AbwÀrtsbewegung steht. Die Aktie notierte zuletzt unter ihren kurzfristigen gleitenden Durchschnitten.
Der vorbörsliche Sprung Ă€ndert an diesem Bild zunĂ€chst wenig. Erst wenn das Papier die kurzfristigen Durchschnittslinien zurĂŒckerobert, hĂ€tte die Erholung technisch Substanz. Die Marke von 2,406 Euro bleibt als Tiefpunkt der Referenzwert fĂŒr den weiteren Verlauf.
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