Fastenal Aktie: Größere Kunden treiben Marge
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 13:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fastenal wächst zweistellig und verdient mehr, obwohl die Bruttomarge sinkt. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 15,5 Prozent auf 2,463 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte um 19,7 Prozent auf 401,6 Millionen Dollar zu, das Ergebnis je Aktie kletterte auf 0,35 Dollar nach 0,29 Dollar im Vorjahr.
Skaleneffekte schlagen Margendruck
Die Bruttomarge sank um rund 40 Basispunkte auf 44,8 Prozent. Hauptgrund ist der wachsende Anteil großer Kunden, der die Marge um etwa 50 Basispunkte drückte. Solche Verträge bringen weniger Marge je Verkauf, aber mehr absoluten Gewinn.
Die Rechnung geht auf, weil die Kosten langsamer wachsen als der Umsatz. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten fielen auf 23,3 Prozent des Umsatzes, nach 24,6 Prozent ein Jahr zuvor. Die operative Marge verbesserte sich dadurch um 90 Basispunkte auf 21,5 Prozent.
Das Wachstum kam breit: Preiserhöhungen trugen gut 2 Prozentpunkte bei, hinzu kamen Marktanteilsgewinne bei Großkunden und die Fertigungsindustrie. Die Nichtwohnbau-Sparte wuchs das sechste Quartal in Folge.
Cashflow und Aktionäre
Der operative Cashflow betrug 422 Millionen Dollar, das sind 105 Prozent des Nettogewinns. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 115 Prozent. Der Rückgang geht auf höhere Forderungen und Vorräte infolge des starken Wachstums zurück, ein typisches Muster im Großhandel.
An die Aktionäre flossen 328 Millionen Dollar, überwiegend als Dividende. Der Vorstand hat zudem eine Quartalsdividende von 0,26 Dollar je Aktie beschlossen. Sie wird am 25. November 2026 an Aktionäre gezahlt, die am 28. Oktober im Register stehen. Im dritten Quartal kaufte das Unternehmen 650.000 eigene Aktien zu durchschnittlich 46,49 Dollar zurück. Die Ermächtigung läuft ohne Ablaufdatum und umfasst noch gut 10,6 Millionen Aktien.
Ziele für Digitaltechnik gesenkt
Einen Dämpfer gibt es bei den Vending- und Bin-Lösungen. Fastenal unterzeichnete im Quartal 7.484 gewichtete Geräte. Das Jahresziel sinkt auf 27.000 bis 29.000 Einheiten, zuvor lagen die Planungen bei 28.000 bis 30.000.
Bei den Investitionen bleibt es bei 310 bis 330 Millionen Dollar für 2026. Das Geld fließt unter anderem in den Ersatz des Atlanta-Hubs, in IT-Projekte und in den Fuhrpark. Die Verschuldung sank auf 100 Millionen Dollar, nach 195 Millionen vor einem Jahr.
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