Ferrari Aktie: Rückkauf läuft, Zoff im Team
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 16:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deWährend Ferrari an der Börse Aktien einsammelt, brodelt es auf der Rennstrecke. Das Unternehmen hat seinen Rückkauf in der dritten Tranche weiter vorangetrieben, parallel sorgt der Streit zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc für Schlagzeilen. Beides zahlt auf das Bild des Konzerns ein, wenn auch auf unterschiedliche Weise.
Rückkaufprogramm schreitet voran
Die dritte Tranche umfasst 250 Millionen Euro und wurde am 1. September 2026 angekündigt. Sie gehört zum mehrjährigen Programm von rund 3,5 Milliarden Euro, das bis 2030 laufen soll.
Bis zum 30. Oktober hat Ferrari in dieser Tranche gut 370.000 Aktien an der Mailänder Börse für rund 130,5 Millionen Euro gekauft. An der NYSE kamen knapp 78.000 Aktien für etwa 27,5 Millionen Euro hinzu.
Seit dem Start des Gesamtprogramms am 5. Januar 2026 hat der Konzern insgesamt 2.149.069 eigene Aktien erworben. Das Volumen beträgt rund 669 Millionen Euro.
Ende Oktober hielt Ferrari 2.038.689 Aktien im Eigenbestand, das entspricht 1,15 Prozent der ausgegebenen Stammaktien. Bezogen auf das gesamte Grundkapital inklusive Spezialstimmrechtsaktien liegt die Quote bei 0,87 Prozent.
Hamilton schimpft über Leclerc
Auf der Rennstrecke in Mexiko-Stadt eskalierte unterdessen ein interner Konflikt. Hamilton war von der Pole gestartet, wurde aber in Kurve 1 von Teamkollege Leclerc attackiert. Leclerc kürzte ab und setzte sich vor den Briten. Er erhielt eine Fünf-Sekunden-Strafe, Hamilton beruhigte das nicht.
Am Ende wurde Hamilton Zweiter hinter Max Verstappen, Leclerc landete auf Platz vier. Hamilton sprach von einer Frage der Mentalität und kündigte ein Vier-Augen-Gespräch an. "Wir haben keine Regeln für die Zusammenarbeit", sagte er. Teamchef Fred Vasseur nannte den Vorfall frustrierend, auch für die rund 2.000 Menschen, die an dem Projekt arbeiten, und sprach von einer Frage des Respekts.
Sportlich ging der Titel an Kimi Antonelli im Mercedes. Für die Scuderia bleibt damit vor allem die interne Baustelle.
Der nächste Termin
Konkret wird es am 3. November, wenn Ferrari seinen Quartalsbericht vorlegt. Dann zeigt sich, wie sich das operative Geschäft hinter dem Rückkauf entwickelt hat. Die Rennstrecke hat dagegen nur eine Woche Pause: Am kommenden Wochenende steht der Große Preis von Brasilien an.
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