Ferrexpo, Aktie

Ferrexpo Aktie: Fitch zieht BonitĂ€tsnoten zurĂŒck

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwache Halbjahreszahlen, ukrainische Betriebsprobleme und VerĂ€nderungen bei den GroßaktionĂ€ren belasten Ferrexpo zusĂ€tzlich zum fallenden Eisenerzmarkt.

Ferrexpo-Aktie verliert 9,1 Prozent: Rohstoffdruck trifft auf operative Krise
Industrielle Bergbaulandschaft bei DĂ€mmerung als Symbol fĂŒr Marktunsicherheit und BonitĂ€tsbewertungen. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Ferrexpo gerĂ€t am heutigen Dienstag im Umfeld nachgebender RohstoffmĂ€rkte unter Verkaufsdruck. Das Papier verbilligt sich um 9,1 Prozent auf 0,3694 Euro. Laut der Nachrichtenagentur Reuters gaben die Eisenerz-Futures den dritten Handelstag in Folge nach, belastet von steigenden HafeneingĂ€ngen und einer schwachen Stahlnachfrage vor den Feiertagen zum chinesischen Nationalfeiertag. Der gesamte Bergbausektor spĂŒrt diese AbkĂŒhlung.

FĂŒr den im ukrainischen Eisenerzabbau tĂ€tigen Konzern kommt der Gegenwind an den RohstoffmĂ€rkten zur Unzeit. Das Unternehmen kĂ€mpft seit Monaten mit gravierenden operativen HĂŒrden im Heimatmarkt. Angriffe auf die ukrainische Strominfrastruktur erzwangen wiederholt Produktionsunterbrechungen, wĂ€hrend ausstehende MehrwertsteuerrĂŒckerstattungen und Rechtsstreitigkeiten die LiquiditĂ€t belasten.

Operativer Druck im ersten Halbjahr

Die kommerzielle Produktion brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54 Prozent auf 1,556 Millionen Tonnen ein. Die Erlöse sanken parallel dazu um 57 Prozent.

Wegen der angespannten Finanzlage und anhaltender Logistikprobleme sah sich das Management veranlasst, den Betrieb auf lediglich eine Pelletierungslinie zurĂŒckzufahren. Das bereinigte EBITDA rutschte mit einem Minus von 4 Millionen US-Dollar in die Verlustzone. Der Halbjahresbericht verweist zudem ausdrĂŒcklich auf bestehende FortfĂŒhrungsrisiken im Zusammenhang mit juristischen Verfahren in der Ukraine.

VerĂ€nderungen in der EigentĂŒmerstruktur

Auch auf EigentĂŒmerseite gab es spĂŒrbare Verschiebungen. Vor gut einer Woche stimmten die AktionĂ€re auf einer Hauptversammlung umfassenden Kapitalmaßnahmen zu; seither legte der Titel um 7,3 Prozent zu. Im Zuge dieser Schritte erweiterte GroßaktionĂ€r Andrii Verevskyi seinen Einfluss und meldete das Erreichen von 21,99 Prozent der Stimmrechte.

Gleichzeitig reduzierte der weltgrĂ¶ĂŸte Vermögensverwalter BlackRock seine Beteiligung. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, fiel die Position aus Stimmrechten und Finanzinstrumenten unter die meldepflichtige Schwelle von fĂŒnf Prozent, nachdem sie zuvor exakt auf dieser Marke gelegen hatte.

Zudem zog die Ratingagentur Fitch die BonitĂ€tsnoten des Konzerns zurĂŒck, nachdem Ferrexpo entschieden hatte, sich nicht mehr am Ratingprozess zu beteiligen.

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