Finexity, Aktie

Finexity Aktie: Halbjahr über Plan

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 09:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Umsatz lag leicht über Budget, während Finexity die Jahresziele bestätigt und der Effecta-Erwerb noch von der BaFin abhängt.

Finexity übertrifft Halbjahresplan und hält an Jahresprognose fest
Moderner, aufgeräumter Schreibtisch in einem professionellen Büro mit natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Finexity hat das erste Halbjahr 2026 leicht über der eigenen Planung abgeschlossen. Die Hamburger Betreiberin einer Handelsinfrastruktur für tokenisierte Wertpapiere bestätigt zugleich die Jahresprognose. Im Hintergrund steht allerdings ein Zukauf, der noch nicht abgeschlossen ist.

Zahlen auf Pro-forma-Basis

Die Werte beziehen sich auf die Gruppe inklusive Effecta GmbH und sind vorläufig sowie ungeprüft. Der Umsatz lag bei rund 3,59 Millionen Euro, etwa 3 Prozent über Budget. Das EBITDA betrug rund minus 2,21 Millionen Euro und fiel ebenfalls um etwa 3 Prozent besser aus als geplant.

Den Löwenanteil steuert das Infrastruktursegment bei: 83 Prozent des Umsatzes entfielen darauf. Das Kapitalmarktsegment kam auf 17 Prozent. Das Unternehmen verweist darauf, dass Erlöse aus diesem Bereich überwiegend im zweiten Halbjahr anfallen, wenn Emittenten- und Asset-Management-Gebühren abgerechnet werden.

Bemerkenswert ist die Aufteilung innerhalb der Gruppe. Finexity selbst setzte rund 0,82 Millionen Euro um und verbuchte ein EBITDA von minus 2,30 Millionen Euro. Das Management spricht von gezielten Vorleistungen für die nächste Ausbaustufe. Effecta dagegen erlöste 2,77 Millionen Euro und arbeitete mit einem leicht positiven EBITDA von rund 0,09 Millionen Euro.

Prognose bleibt, Kapitalfrage offen

Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seinem Kurs fest. Erwartet werden rund 9,6 Millionen Euro Umsatz, ein Plus von etwa 17 Prozent, bei einem EBITDA von rund minus 3,5 Millionen Euro. Das Halbjahr liefert damit etwa ein Drittel des angepeilten Verlusts, aber nur gut ein Drittel des Umsatzes. Der Rest hängt stark vom zweiten Halbjahr ab.

Parallel dazu prüft das Unternehmen die Aufnahme zusätzlichen Wachstumskapitals, entweder als Eigen- oder als Fremdkapital. Über Umfang, Struktur und Zeitpunkt ist bislang nichts entschieden. Hintergrund sind potenziell höhere Umsatz- und Ergebnisziele.

Der Effecta-Kauf von 90,1 Prozent der Geschäftsanteile steht weiterhin unter dem Vorbehalt der BaFin, die das Inhaberkontrollverfahren noch abschließen muss. Die Pro-forma-Zahlen unterstellen, der Erwerb wäre bereits zum 1. Januar 2026 wirksam gewesen. Da Effectas Geschäftsjahr am 1. Oktober beginnt, decken sich die Zeiträume nicht vollständig.

Die Aktie zeigte sich zuletzt schwach: Auf Sicht von drei Monaten steht ein Minus von gut 20 Prozent zu Buche. Der Vollbericht liegt auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens. Entscheidend für die Pro-forma-Rechnung ist nun die BaFin-Freigabe für Effecta, auf die das Unternehmen keinen Einfluss hat.

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