First Horizon Aktie: Kurs fällt auf 52-Wochen-Tief
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 21:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein verhaltener Ausblick aus der US-Großbankenbranche belastet zum Wochenauftakt die Regionalbanken. Die Aktie von First Horizon verliert am heutigen Montag 3,1 Prozent auf 16,11 USD. Mit dieser Kursbewegung markiert der Titel zugleich das 52-Wochen-Tief von 16,11 USD.
Auslöser für den breit angelegten Verkaufsdruck im Bankensektor waren Aussagen der Bank of America. Deren Management rechnet für das dritte Quartal im Handelsgeschäft im Vorjahresvergleich lediglich mit stagnierenden Erträgen.
Die Zurückhaltung der Marktteilnehmer erfasst auch Institute abseits der Wall-Street-Riesen. First Horizon unterhält neben dem regionalen Bankgeschäft eigene Aktivitäten im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren. Vor diesem Hintergrund reagierten Investoren empfindlich auf Signale eines nachlassenden Momentums bei den Handelsaktivitäten.
Dividendenabschlag und institutionelle Umschichtungen
Die heutige Abwärtsbewegung folgt auf mehrere Ereignisse der jüngsten Handelstage. Am vergangenen Freitag handelten die Papiere von First Horizon erstmals ex Dividende. Die Gesellschaft schüttet eine reguläre Quartalsdividende von 0,17 US-Dollar je Aktie aus, die am 1. Oktober zur Auszahlung ansteht. Der Verwaltungsrat hatte diese Ausschüttung Ende Juli beschlossen.
Zusätzlichen Gesprächsstoff lieferten jüngste Pflichtmitteilungen großer Anteilseigner. Medienberichten zufolge reduzierte der Vermögensverwalter Amundi seine Bestände an First Horizon im zweiten Quartal um 31,0 Prozent. Derartige Anpassungen in institutionellen Portfolios können an schwächeren Handelstagen zusätzlichen Abgabedruck erzeugen.
Fundamentale Basis durch Quartalszahlen
Dabei hatte sich die Regionalbank fundamental zuletzt solide präsentiert. Bei der Vorlage des Berichts zum zweiten Quartal übertraf First Horizon die Gewinnerwartungen. Das Institut wies Mitte Juli einen Gewinn von 0,54 US-Dollar je Aktie aus, während der Marktkonsens bei 0,52 US-Dollar gelegen hatte.
Auch die Erlösseite entwickelte sich damals erfreulich. Mit einem Quartalsumsatz von 887 Millionen US-Dollar übertraf das Haus die durchschnittliche Analystenschätzung von knapp 878,4 Millionen US-Dollar.
Bereits Anfang Juli hatte Analyst Anthony Elian von JPMorgan seine neutrale Einschätzung bestätigt und das Kursziel von 26 auf 28,50 US-Dollar angehoben. Vor der beginnenden Berichtssaison für das dritte Quartal überwiegt bei den Anlegern derzeit dennoch die Vorsicht mit Blick auf die Ertragsentwicklung des US-Bankensektors.
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