First Majestic Silver Aktie: 415,5 Millionen Umsatz trotz Gewinn-Miss
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 17:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
First Majestic Silver hat am gestrigen Donnerstag seine Finanzergebnisse fĂŒr das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Trotz eines Rekordumsatzes von 415,5 Millionen US-Dollar reagieren die Anleger am heutigen Freitag verhalten. Das Unternehmen verfehlte mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,21 US-Dollar die Erwartungen der Analysten, die im Konsens von höheren Werten ausgegangen waren.
Finanzielle Kennzahlen und Dividendensprung
Der Umsatz des Silberproduzenten stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 57 Prozent. Dieser Zuwachs ist primĂ€r auf die gestiegenen Edelmetallpreise zurĂŒckzufĂŒhren. Das Unternehmen realisierte im Berichtszeitraum einen durchschnittlichen Silberpreis von 63,98 US-Dollar pro Unze, was einem Plus von 90 Prozent entspricht. Der Nettogewinn belief sich auf 109,4 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,22 US-Dollar je Aktie.
Ein zentraler Aspekt der Quartalsmeldung ist die drastische Anhebung der vierteljĂ€hrlichen Dividende. Diese steigt um 217 Prozent auf 0,0152 US-Dollar pro Aktie. Die Auszahlung soll am 31. August erfolgen, wobei der Stichtag fĂŒr die Dividendenberechtigung auf den 14. August festgesetzt wurde. ZusĂ€tzlich zum Dividendenanstieg investierte das Unternehmen im zweiten Quartal 22,7 Millionen US-Dollar in den RĂŒckkauf von 1,2 Millionen eigenen Aktien.
Optimistischer Ausblick und operative Fortschritte
Das Management blickt zuversichtlich auf das laufende GeschĂ€ftsjahr und hob die Produktionsprognose fĂŒr Silber um rund zehn Prozent an. FĂŒr das Gesamtjahr 2026 werden nun 14,6 bis 15,5 Millionen Unzen Silber erwartet. Gleichzeitig korrigierte das Unternehmen jedoch auch die KostenschĂ€tzung nach oben. Die prognostizierten Gesamtkosten (AISC) liegen nun in einer Spanne von 27,69 bis 28,77 US-Dollar je Unze SilberĂ€quivalent, was unter anderem auf Inflationsdruck und Bonuszahlungen zurĂŒckzufĂŒhren ist.
Operativ stehen bedeutende Meilensteine bevor. In der Mine Santo Niño ist fĂŒr den 15. August die erste Sprengung geplant, wĂ€hrend das erste Erz Ende 2027 gefördert werden soll. Parallel dazu lĂ€uft der Neustart der Mine Jerritt Canyon planmĂ€Ăig fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2027 an. HierfĂŒr hat das Unternehmen, das seit kurzem mit Neil Beaumont einen neuen Finanzvorstand hat, ein Budget von 75 Millionen US-Dollar bereitgestellt.
AnalysteneinschÀtzung und Marktreaktion
Die Analysten von HC Wainwright reagierten positiv auf die operativen Fortschritte und bestĂ€tigten ihre Kaufempfehlung. Sie hoben das Kursziel fĂŒr das Papier von 26 auf 27 US-Dollar an. Das Haus verwies dabei auf das erhebliche AufwĂ€rtspotenzial und die starke LiquiditĂ€tsposition des Unternehmens, die zum Quartalsende mit 1,25 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert erreichte.
An den europĂ€ischen BörsenplĂ€tzen zeigt sich das Papier am Freitag schwĂ€cher. Mit einem aktuellen Kurs von 13,02 ⏠verzeichnet die Aktie einen RĂŒckgang von -3,88% gegenĂŒber dem Vortag. Damit notiert der Wert derzeit rund -54,78% unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Anfang MĂ€rz bei 28,79 ⏠markiert wurde. Ein Faktor fĂŒr den Verkaufsdruck könnte der gestiegene Bestand an fertigen Erzeugnissen sein; das Unternehmen hielt zum Quartalsende ĂŒber eine Million Unzen Silber zurĂŒck, um von kĂŒnftig potenziell höheren Preisen zu profitieren.
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