First Majestic Silver Aktie: NAFTA-Verfahren ausgesetzt
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 20:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von First Majestic Silver hat heute im europäischen Handel um 2,0 Prozent auf 14,92 Euro nachgegeben. Das Papier geriet dabei im Sog eines schwächeren Edelmetallsektors unter Druck. Sinkende Silber-Futures, belastet von einem festen US-Dollar und anhaltender Zinsunsicherheit im Vorfeld neuer US-Inflationsdaten, prägten das Marktumfeld für Minenwerte.
Ungeachtet der schwachen Branchenstimmung meldete das Unternehmen eine bedeutsame Entwicklung an juristischer Front. First Majestic Silver erzielte mit den mexikanischen Behörden eine grundsätzliche Einigung über die Rahmenbedingungen zur Beilegung eines langwierigen Steuerstreits rund um die Tochtergesellschaft Primero Empresa Minera.
Vorläufiger Stillstand im Schiedsverfahren
Im Zuge dieser Vereinbarung wurde das laufende NAFTA-Schiedsverfahren vorläufig bis zum 31. Dezember 2026 ausgesetzt. In diesem Zeitraum wollen die beteiligten Parteien an der endgültigen Ausarbeitung und Umsetzung des Vergleichs arbeiten. Für das Bergbauunternehmen bedeutet dieser Zwischenschritt eine vorübergehende Entlastung von einem Verfahren, das die Aktivitäten in Mexiko über Jahre hinweg begleitet hatte.
Parallel dazu bereitet der Konzern Maßnahmen zur Kurspflege vor. Das Unternehmen kündigte ein erneuertes Aktienrückkaufprogramm an, das den Erwerb von bis zu 10.000.000 eigenen Anteilen gestattet. Die Maßnahme tritt am 14. Oktober 2026 in Kraft und läuft bis zum 13. Oktober 2027. Im Rahmen des auslaufenden Rückkaufprogramms hatte First Majestic Silver 1,7 Millionen Aktien zu einem volumengewichteten Durchschnittspreis von 23,38 C$ erworben.
Förderausfälle und angepasste Analystenziele
Operativ blickt der Produzent auf ein herausforderndes drittes Quartal 2026 zurück. Die Gesamtförderung belief sich in den drei Monaten auf 3.440.447 Unzen Silber sowie 29.552 Unzen Gold. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang der Silberproduktion um elf Prozent, während der Goldausstoß um 17 Prozent nachgab.
Verantwortlich für die Drosselung war unter anderem eine Arbeitsniederlegung am Standort San Dimas. Dieser Streitfall ereignete sich vor gut drei Wochen; die Aktie verlor seither 13,7 Prozent an Wert.
Die jüngsten Förderergebnisse zogen auch Neubewertungen am Markt nach sich. Am 9. Oktober senkten die Analysten von H.C. Wainwright ihr Kursziel für First Majestic Silver von 27,00 auf 25,50 US-Dollar, beließen ihre Einstufung jedoch auf „Buy“. Das Analysehaus begründete die Anpassung mit einer konservativeren langfristigen Kostenprognose für die Liegenschaften des Konzerns nach Vorlage der Quartalsproduktion.
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