First Majestic Silver Aktie: San-Dimas-Ausstand bremst Förderung
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 06:29 Uhr | Redaktion boerse-global.deEin juristischer Teilerfolg in Nordamerika und operative Belastungen im Minenbetrieb prĂ€gen die aktuelle Lage von First Majestic Silver. WĂ€hrend eine VerstĂ€ndigung mit den mexikanischen Behörden fĂŒr Entlastung an der Rechtsfront sorgt, hinterlieĂen Arbeitsniederlegungen im abgelaufenen Jahresviertel sichtbare Spuren in den Förderstatistiken des Edelmetallproduzenten.
Atempause im Streit mit Mexiko
Wichtigster Schritt zur Bereinigung alter Streitigkeiten ist eine Grundsatzeinigung mit den mexikanischen Behörden. First Majestic Silver vereinbarte einen Rahmen zur Beilegung eines langwierigen Steuerkonflikts rund um die Tochtergesellschaft Primero Empresa Minera.
Im Zuge dieser AnnĂ€herung erwirkte das Unternehmen eine Anordnung des zustĂ€ndigen Schiedsgerichts, die das laufende NAFTA-Verfahren bis zum 31. Dezember 2026 aussetzt. Ein endgĂŒltiger Abschluss des Vergleichs steht zwar noch aus, die Aussetzung verschafft dem Bergbaukonzern jedoch vorerst Planungssicherheit im Umgang mit den Steuerbehörden des Landes.
FörderausfĂ€lle und StĂŒtzung durch AktienrĂŒckkĂ€ufe
Auf der operativen Seite verlief das dritte Quartal 2026 hingegen holprig. Der Konzern förderte in diesem Zeitraum 3.440.447 Unzen Silber sowie 29.552 Unzen Gold. Bremsend wirkte sich vor allem ein zwölftĂ€giger Arbeitsausstand am Standort San Dimas aus, der die Gesamtleistung des Quartals spĂŒrbar schmĂ€lerte.
Als Reaktion auf das operative Umfeld und zur Pflege der Kapitalstruktur erneuerte das Management das unternehmenseigene RĂŒckkaufprogramm. Dieses ermĂ€chtigt First Majestic Silver dazu, bis zu 10.000.000 Stammaktien ĂŒber den Markt einzuziehen.
Gekappte SchÀtzungen an der Börse
Die FörderdĂ€mpfer veranlassten die ersten AnalysehĂ€user zu Anpassungen ihrer Bewertungsmodelle. Medienberichten zufolge senkte das Bankhaus HC Wainwright am 9. Oktober die SchĂ€tzung fĂŒr den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr 2026 von $0,81 auf $0,79. Gleichzeitig reduzierten die Experten ihr Kursziel fĂŒr das Papier von $27,00 auf $25,50, belieĂen die Einstufung jedoch auf âBuyâ.
An den HandelsplÀtzen spiegelt sich die Gemengelage aus juristischer Entspannung und operativen DÀmpfern in einer schwÀcheren Tendenz wider. Im europÀischen Handel ging die Aktie am Freitag mit 14,23 Euro aus der Sitzung, was einem Tagesverlust von 0,9 Prozent entspricht. Auf Sicht von 30 Tagen summiert sich das Minus im Kursbild auf 18 Prozent.
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