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First Solar Aktie: Deutsche Bank hebt auf 299 Dollar

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 10:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

First Solar erhÀlt ein höheres Deutsche-Bank-Kursziel, wÀhrend eine Sammelklage lÀuft und der Konzern seine Jahresprognose unverÀndert lÀsst.

First Solar: Deutsche Bank erhöht Kursziel trotz Sammelklage
Moderne Solarpark-Anlage bei Sonnenuntergang als Symbol fĂŒr den Sektor der erneuerbaren Energien. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das US-Solarunternehmen First Solar steht am heutigen Donnerstag im Fokus der Analysten. WĂ€hrend die Deutsche Bank ihre EinschĂ€tzung fĂŒr das Papier nach oben korrigierte, markierte der Wochenbeginn einen wichtigen Termin in einem laufenden Rechtsstreit gegen den Konzern. Die Aktie reagiert im heutigen Handel freundlich und notiert bei 178,60 Euro, was einem Zuwachs von 0,9 Prozent entspricht.

Neue Zuversicht durch Zollentscheidung

Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel fĂŒr die in den USA notierten Anteilscheine heute von 272 auf 299 US-Dollar angehoben. Damit setzt sich eine Serie optimistischer EinschĂ€tzungen fort, die durch die regulatorischen Entwicklungen der vergangenen Wochen ausgelöst wurde. Bereits am 18. August hatte Morgan Stanley das Kursziel deutlich von 245 auf 323 US-Dollar hochgeschraubt und die Einstufung auf „Overweight“ belassen.

Hintergrund dieser positiven Stimmung ist die Proklamation zu den US-Importzöllen auf Solarprodukte nach Section 232, die vor gut drei Wochen unterzeichnet wurde. Experten werten die darin enthaltenen Details als vorteilhafter fĂŒr heimische Produzenten als zunĂ€chst erwartet.

Analysten bezeichnen die Zollentscheidung als ein Ereignis, das bestehende Unsicherheiten bei NeuauftrÀgen beseitigt und potenziell höhere durchschnittliche Verkaufspreise ermöglicht. Trotz dieser Zuversicht weist die Aktie seit Jahresbeginn ein Minus von 22 Prozent auf und notiert damit weiterhin rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 276,50 Euro.

Sammelklage nach Korrektur der Jahresziele

Parallel zu der operativen Fantasie sieht sich das Unternehmen mit juristischem Gegenwind konfrontiert. Am Montag verstrich die Frist zur Benennung eines HauptklÀgers in einer Sammelklage gegen First Solar.

Die Klage bezieht sich auf einen Zeitraum zwischen Februar 2025 und Februar 2026. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, die FÀhigkeit des Unternehmens zum Management von US-Zollauswirkungen falsch dargestellt und die Folgen einer Unterauslastung der ProduktionskapazitÀten untertrieben zu haben.

Ausgelöst wurde die juristische Auseinandersetzung durch die GeschĂ€ftszahlen zum vierten Quartal 2025 und eine gleichzeitige Senkung der Prognose fĂŒr das laufende Jahr im Februar. KlĂ€ger werfen dem Konzern vor, Anleger ĂŒber den tatsĂ€chlichen Stand der Produktionseffizienz im Unklaren gelassen zu haben.

Auftragsbestand und operative Kennzahlen

Operativ lieferte First Solar vor gut drei Wochen einen detaillierten Einblick in die BĂŒcher. Das Unternehmen ĂŒbertraf dabei die Erwartungen und meldete fĂŒr das zweite Quartal einen Nettogewinn von 423 Millionen US-Dollar.

Der Umsatz lag mit 1,06 Milliarden US-Dollar zwar rund 4 Prozent unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf KĂŒndigungen von KundenvertrĂ€gen zurĂŒckzufĂŒhren war, wurde jedoch durch höhere Modulvolumina bei Drittanbietern teilweise kompensiert.

FĂŒr StabilitĂ€t sorgt der massive Auftragsbestand, den das Unternehmen mit 45,1 Gigawatt angab. Die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr 2026 blieb unverĂ€ndert: First Solar rechnet weiterhin mit einem Nettoumsatz zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden US-Dollar.

Laut SEC-Mitteilungen gab es zudem Bewegungen im Management: Der Chief Supply Chain Officer Michael Koralewski verĂ€ußerte Anfang August insgesamt 7.000 Aktien im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans. Angesichts der Cash-Position von netto 1,7 Milliarden US-Dollar sieht sich das Unternehmen jedoch finanziell robust aufgestellt, um die anstehenden KapazitĂ€tserweiterungen voranzutreiben.

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