FirstEnergy Aktie: Quartal über den Erwartungen
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 22:32 Uhr | Redaktion boerse-global.deFirstEnergy hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und zugleich Appetit auf mehr gezeigt: Der Versorger will in West Virginia ein Gaskraftwerk bauen und seine Netzinvestitionen deutlich ausweiten. Das bereinigte Ergebnis lag bei 0,98 Dollar je Aktie, Analysten hatten mit 0,91 Dollar gerechnet.
Zahlen über Konsens
Der Umsatz stieg auf 4,6 Milliarden Dollar, nach 4,1 Milliarden im Vorjahresquartal. Auch hier lag der Konsens mit 4,3 Milliarden Dollar niedriger. Nach GAAP verdiente das Unternehmen 0,96 Dollar je Aktie, nach 0,76 Dollar im dritten Quartal 2025.
Über die ersten neun Monate summiert sich das bereinigte Ergebnis auf 2,20 Dollar je Aktie, ein Plus von 9 Prozent zum Vorjahr. Die Prognose für 2026 bleibt bei 2,62 bis 2,82 Dollar je Aktie. Das Management erwartet jedoch ein Ergebnis auf oder leicht über der Mitte der Spanne. Der Analystenkonsens liegt bei 2,73 Dollar.
Gas in West Virginia, Strom für Rechenzentren
Die Wachstumsstory stützt sich auf zwei Säulen. Erstens plant FirstEnergy das Gaskraftwerk Maidsville. Die Turbinen sind per Reservierungsvertrag mit Siemens gesichert, die Lieferung ist für 2030 vorgesehen. Die Genehmigung der Regulierungsbehörde steht noch aus, ein Beschluss wird im vierten Quartal 2026 erwartet. Konzernchef Brian Tierney spricht von einem ersten Projekt, weitere sollen folgen.
Zweitens wächst die Nachfrage großer Stromabnehmer. Verträge über 7,9 Gigawatt sind bereits abgeschlossen, fast doppelt so viel wie zu Jahresbeginn. Über rund 4 Gigawatt weitere Last verhandelt das Unternehmen derzeit.
Das hat Folgen für die Investitionsplanung. Der Transmissionsplan für 2026 bis 2030 umfasst 19 Milliarden Dollar. Bei der Fortschreibung auf 2027 bis 2031 soll er um mindestens 25 Prozent steigen. Das gesamte Investitionsprogramm Energize365 beläuft sich auf 36 Milliarden Dollar über fünf Jahre. Davon flossen in den ersten neun Monaten bereits 4,9 Milliarden Dollar.
Das jährliche Gewinnwachstum bis 2030 sieht der Konzern weiter am oberen Ende der Spanne von 6 bis 8 Prozent.
Aktie hinkt hinterher
Die Aktie schloss vor den Zahlen bei 46,27 Dollar. In drei Monaten hat sie gut 4 Prozent verloren, auf Jahressicht tritt sie auf der Stelle. Die Zahlen und der Investitionsausblick geben nun Argumente für eine Neubewertung.
Die Analystenkonferenz beginnt am Mittwoch um 9 Uhr Ostküstenzeit. Dort dürfte Tierney zu Maidsville und den Verhandlungen mit Großkunden konkreter werden.
FirstEnergy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue FirstEnergy-Analyse vom 27. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten FirstEnergy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für FirstEnergy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
FirstEnergy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
