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Fluence Energy Aktie: Da Santos soll die Wende schaffen

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 06:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fluence senkte die Umsatzprognose für 2026 und erwartet beim bereinigten EBITDA einen Verlust von rund 200 Millionen Dollar.

Fluence Energy: Liefervertrag und Managementwechsel nach Fertigungsproblemen
Moderne industrielle Energiespeicheranlagen bei Dämmerung als Symbol für die Energiewende. Illustration mit AI erstellt.

Nach den schweren Rückschlägen in der US-Fertigung und deutlichen Zielsenkungen versucht der Speicherspezialist Fluence Energy, das Vertrauen der Investoren wieder aufzubauen. Das Unternehmen reagierte auf anhaltende Belastungen mit personellen Weichenstellungen im Management und sicherte sich langfristige Liefervereinbarungen für Batteriezellen. An den Finanzmärkten hinterließen die operativen Schwierigkeiten dennoch tiefe Spuren.

Analysten stutzen Kursziele nach Fertigungsproblemen

Die Verzögerungen beim Hochlauf der Auftragsfertigung in Houston lösten an der Wall Street eine Welle von Abstufungen aus. Am 17. September stufte Goldman Sachs die Aktie von Buy auf Neutral ab und reduzierte das Kursziel drastisch von 22 auf 9 $. Die Experten reagierten damit unmittelbar auf die gestiegenen Risiken bei der Projektabwicklung.

Am 18. September zog das Analysehaus Jefferies nach. Die Experten stuften die Aktie von Buy auf Hold herab und passten den Zielwert von 19 auf 7 $ an. Als Begründung führten sie die Umsetzungsrisiken rund um die Fertigungsstätte in Texas an. Andere Häuser passten ihre Erwartungen im selben Zeitraum ebenfalls nach unten an, was den Verkaufsdruck auf den Titel massiv verstärkte.

Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 6,75 €. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Kursverluste damit auf 60 %.

Langfristiger Liefervertrag soll Planungssicherheit bringen

Um der Unsicherheit in der Beschaffung entgegenzuwirken, meldete Fluence Energy am 24. September den Abschluss eines mehrjährigen Liefervertrags mit dem Batteriehersteller EVE Power. Die Vereinbarung soll Batteriezellen für die Speichersysteme von Fluence sichern und die Planbarkeit hinsichtlich Volumina und Preisgestaltung verbessern. Der Ansatz für die US-Lieferkette bleibe davon separat zugeschnitten.

Medienberichten zufolge umfasst die Rahmenvereinbarung zwischen der EVE-Tochter Hubei EVE Power und Fluence Energy Global Production Operation, LLC ein Gesamtvolumen von 206 GWh für den Zeitraum von 2027 bis 2031. Davon sind 16 GWh fest für 2027 vereinbart, während 190 GWh für die Folgejahre reserviert wurden.

Hohe Ergebnisbelastungen belasten das Geschäftsjahr 2026

Vor rund zwei Wochen hatte Fluence Energy seine Geschäftsprognose für das Geschäftsjahr 2026 drastisch gekürzt. Das Management bezifferte den erwarteten Jahresumsatz auf rund 2,4 Milliarden $, nachdem zuvor ein Mittelwert von rund 3,0 Milliarden $ in Aussicht gestellt worden war.

Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von rund 200,0 Millionen $, verglichen mit einem zuvor anvisierten Fehlbetrag von rund 10,0 Millionen $ im Mittelwert.

Operativ soll nun Bernerd Da Santos als Executive Vice President und Chief Operating Officer die Wende herbeiführen. In dieser Funktion verantwortet er unter anderem die Bereiche Lieferkette, Fertigung und Betriebsabläufe. Am Markt wird genau beobachtet, ob die neu geordneten Beschaffungsstrukturen ausreichen, um die Fertigungsprobleme dauerhaft in den Griff zu bekommen. Immerhin notiert die Aktie inzwischen wieder 13 % über ihrem 52-Wochen-Tief.

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