Freeport-McMoRan, Aktie

Freeport-McMoRan Aktie: Kupferproduktion um 60 Prozent geplant

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 05:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Freeport-McMoRan will die US-Kupferförderung ausbauen, während Zollunsicherheit, ein niedrigeres Bernstein-Kursziel und neue Kreditlaufzeiten den Konzern prägen.

Pop-Art-Comic mit grellen Muldenkippern und Baggern in einem stilisierten Tagebau mit Halbton-Punktmuster
Freeport-McMoRan US35671D8570 – Pop-Art-Comicszene mit übergroßen Muldenkippern und Baggern im bunten Tagebau Illustration mit AI erstellt.

Die Diskussion über mögliche US-Einfuhrzölle auf raffiniertes Kupfer sorgt für Bewegung beim Bergbaukonzern Freeport-McMoRan. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters herrscht im Weißen Haus Uneinigkeit über die Einführung entsprechender Abgaben. Während Regierungsvertreter vor neuen inflationären Belastungen warnen, führte allein die Aussicht auf Handelsbeschränkungen zeitweise zu einem Ansturm auf Bestände im US-Heimatmarkt.

Die politische Unentschlossenheit traf auch das Wertpapier des Rohstoffproduzenten, das am 10. September spürbar nachgab. Anleger reagierten empfindlich auf die Unwägbarkeiten der künftigen Handelspolitik, da handelspolitische Eingriffe die globalen Lieferketten und Verarbeitungsstrukturen für Kupfer direkt beeinflussen.

Kräftiger Ausbau der heimischen Produktion geplant

Freeport-McMoRan treibt ungeachtet der politischen Diskussion seine langfristige Förderstrategie voran. CEO Kathleen Quirk stellte auf der Jefferies Global Industrials Conference Wachstumspläne für den Heimatmarkt vor. Der Konzern sieht die Möglichkeit, seine Kupferproduktion in den Vereinigten Staaten über die kommenden vier Jahre um 60 Prozent zu steigern.

Dieses Produktionswachstum soll vor allem über bestehende Anlagen realisiert werden. Der Konzern setzt dabei auf sogenannte Laugungsverfahren sowie auf den Ausbau bereits bestehender Tagebaue. Mit diesen Brownfield-Projekten will das Bergbauunternehmen zusätzliche Kapazitäten erschließen, ohne die langen Vorlaufzeiten völlig neuer Minenprojekte in Kauf nehmen zu müssen.

Kurszielanpassung und Verlängerung der Kreditlinien

Auf Analystenseite gab es jüngst vorsichtigere Töne. Das Analysehaus Bernstein senkte am 9. September sein Kursziel für die Papiere von Freeport-McMoRan von 50 auf 47 US-Dollar. Zuvor hatten im August mehrere Führungskräfte des Unternehmens Pflichtmitteilungen über Aktienverkäufe eingereicht, darunter Executive Vice President Douglas Currault II.

Gleichzeitig sicherte sich das Unternehmen finanzielle Flexibilität in Südostasien. Die zu 48,76 Prozent gehaltene Tochtergesellschaft PT Freeport Indonesia schloss Anfang September eine Anpassung ihrer revolvierenden Kreditfazilität über 1,75 Milliarden US-Dollar ab. Die Laufzeit dieser unbesicherten Linie wurde bis September 2031 verlängert. Zum Zeitpunkt des Abschlusses waren daraus 250 Millionen US-Dollar abgerufen.

Aktie behauptet Jahresplus

An den Finanzmärkten konsolidierten die Notierungen nach den Ausschlägen der vergangenen Wochen. Am gestrigen Mittwoch schloss die Aktie im deutschen Handel bei 59,28 Euro. Trotz der jüngsten politischen Unruhe liegt das Papier seit Jahresanfang mit 33 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch trennt die Anteilsscheine derzeit ein Abstand von 14 Prozent.

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