Fresenius, Aktie

Fresenius Aktie: Core-EPS-Prognose auf 10–15 Prozent erhöht

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fresenius erhöht die Gewinnprognose für 2026 auf 10-15 Prozent Wachstum. Kabi und Helios liefern starke Ergebnisse, Analysten zeigen sich zuversichtlich.

Fresenius hebt Jahresziele nach starkem Quartal deutlich an
Moderne, lichtdurchflutete Krankenhausarchitektur als Symbol für Wachstum und Stabilität im Gesundheitssektor Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Operative Stärke bei Kabi und Helios treibt Prognose

Der Gesundheitskonzern Fresenius blickt nach einem erfolgreichen zweiten Quartal deutlich optimistischer auf das Gesamtjahr 2026. Wie das Unternehmen am vergangenen Dienstag mitteilte, wurde die Prognose für das währungsbereinigte Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie (Core EPS) signifikant angehoben. Statt der bisher erwarteten 5 % bis 10 % kalkuliert das Management nun mit einem Zuwachs zwischen 10 % und 15 %. Diese Entwicklung wird maßgeblich von den Unternehmensbereichen Fresenius Kabi und Fresenius Helios getragen, die eine robuste operative Performance zeigten.

Im zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz organisch um 6 % auf rund 5,86 Milliarden Euro. Besonders erfreulich entwickelte sich dabei das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen, das währungsbereinigt um 10 % auf 719 Millionen Euro kletterte. Damit einher ging eine Verbesserung der EBIT-Marge um 60 Basispunkte auf 12,3 %. Für Fresenius Kabi wurde das Ziel weiter konkretisiert: Hier erwartet die Konzernführung nun eine EBIT-Marge am oberen Ende der Spanne von 16,5 % bis 17,0 %.

Positive Impulse durch Regulatorik und Tochtergesellschaften

Zusätzliche Planungssicherheit ergibt sich für den Konzern aus dem politischen Umfeld in Deutschland. Durch die Verabschiedung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes sieht der Klinikbetreiber Fresenius Helios einen konstruktiven Rahmen für künftiges Erstattungswachstum im Krankenhaussektor. Parallel dazu lieferte die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FME) im zweiten Quartal ein währungsbereinigtes Wachstum des operativen Ergebnisses von 15 % auf 466 Millionen Euro und bestätigte ihren Ausblick für das laufende Jahr. Medienberichten zufolge verfehlte das Ergebnis je Aktie der Tochtergesellschaft im abgelaufenen Quartal jedoch die Markterwartungen, während der Halbjahresumsatz von 9,5 Milliarden Euro im Rahmen der Schätzungen blieb.

Die positive Stimmung im Management wird durch Insider-Käufe unterstrichen. Bereits im Mai erwarb der Vorstandsvorsitzende Michael Sen bei zwei Gelegenheiten Aktien des eigenen Unternehmens im Gesamtwert von rund einer halben Million Euro über die Börse.

Analysten reagieren mit Kurszielerhöhungen

Die angehobenen Gewinnziele und die Quartalszahlen stießen bei Experten auf positive Resonanz. Das Analysehaus Barclays hob am Donnerstag sein Kursziel für die Fresenius-Aktie von 56,50 Euro auf 57,50 Euro an und bestätigte die Einstufung auf "Overweight". Auch die Experten von Jefferies bekräftigten am Mittwoch ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 55,00 Euro. In beiden Fällen verwiesen die Analysten auf die überzeugende Dynamik des Konzernumbaus und die verbesserte Profitabilität des Gesamtunternehmens.

Umstellung auf Namensaktien steht bevor

Für Anleger steht in der kommenden Woche zudem eine strukturelle Änderung an. Fresenius stellt sein Aktienkapital von Inhaber- auf Namensaktien um. Die technische Konvertierung in den Depots erfolgt am Mittwoch, den 12. August, nach Börsenschluss. Ab dem darauffolgenden Donnerstag wird die Aktie unter der neuen ISIN DE000FRE5EN2 gehandelt. Dieser Schritt markiert eine Modernisierung der Aktionärsstruktur des DAX-Konzerns und soll eine direktere Kommunikation mit den Anteilseignern ermöglichen.

Am Freitag schloss das Papier bei einem Kurs von 47,11 Euro. Damit notiert der Wert aktuell 14,38 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Trotz der jüngsten Aufwärtsbewegung verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn noch ein leichtes Minus von 3,66 %.

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