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General Motors Aktie: Strom statt Zapfsäule

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 15:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

GM Energy bündelt Wallbox, Stromgutschriften und Ladeoptimierung für E-Auto-Kunden in Kalifornien; Mary Barra nimmt zudem an einem Staatsbankett teil.

Automontagewerk mit orangefarbenen Roboterarmen und Fahrzeugkarosserien am Fließband
General Motors betreibt ein modernes Montagewerk mit Roboterarmen und Fließbandproduktion, ISIN US37045V1008 Illustration mit AI erstellt.

General Motors sucht den Weg zum Kunden nicht mehr nur über den Autohof, sondern über die Steckdose im eigenen Haus. Zusammen mit dem kalifornischen Versorger PG&E hat die Sparte GM Energy ein Bündel-Angebot gestartet, das Ladehardware, Rabatte und Software zu einem Paket verschnürt. Das Ziel: Elektroautos sollen sich für Käufer nicht nur beim Anschaffungspreis, sondern auch beim laufenden Betrieb rechnen.

Ladegerät als Verkaufsargument

Das neue "Smart Charge Bundle" richtet sich an Käufer von Chevrolet-, GMC- und Cadillac-Modellen in Nord- und Zentralkalifornien. Kunden erhalten beim Kauf oder Leasing eines Elektrofahrzeugs eine Wallbox ohne Aufpreis – ein Wert von bis zu 1.999 Dollar. Zusätzlich winkt über PG&Es Programm "EV Charge Manager" eine monatliche Gutschrift von 15 Dollar auf der Stromrechnung.

Wer sein Fahrzeug bevorzugt in verbrauchsarmen Zeiten laden lässt, kann laut Ankündigung bis zu 50 Dollar im Monat zusätzlich sparen. Die Software dafür liefert der Partner WeaveGrid, der die Ladevorgänge so steuert, dass lokale Stromnetze nicht überlastet werden. Eine der beiden Wallbox-Varianten, der PowerShift Charger, unterstützt zudem bidirektionales Laden – das Fahrzeug kann bei Stromausfall auch Energie zurück ins Haus speisen.

Die Idee dahinter: Ladeinfrastruktur soll nicht erst nach dem Kauf zum Problem werden, sondern direkt beim Händlergespräch mitverkauft werden. Für GM ist das ein Baustein in der Strategie, Elektroautos gegenüber Verbrennern attraktiver zu machen, nachdem der Umstieg vieler Kunden bislang zögerlich verlief.

Barra am Staatsbankett

Auf der politischen Bühne zeigt sich GM-Chefin Mary Barra derweil in prominenter Gesellschaft. Sie wird demnach an einem Staatsbankett teilnehmen, das US-Präsident Donald Trump für den chinesischen Präsidenten Xi Jinping ausrichtet. Der Auftritt fällt in eine Phase, in der US-Autobauer vor einer Öffnung des amerikanischen Marktes für chinesische Hersteller warnen, während Trump signalisiert, dieser Idee gegenüber nicht abgeneigt zu sein.

Für GM steht dabei viel auf dem Spiel: Chinesische Wettbewerber gelten als aggressive Preisdrücker, deren Marktzutritt die Wettbewerbslage in den USA spürbar verschärfen könnte. Der Dialog auf Regierungsebene dürfte deshalb mit einigem Interesse verfolgt werden, auch wenn zum Zeitpunkt der Berichterstattung offen blieb, welche konkreten Zusagen oder Positionen beim Bankett verhandelt werden.

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