Generali Aktie: Gewinnsprung schlägt Erwartungen
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 15:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Quartalsgewinn, der die eigenen Prognosen übertrifft, dazu ein neues Aktienrückkaufprogramm — Generali liefert Zahlen, die selbst optimistische Analysten überraschen. Der italienische Versicherer zeigt sich in allen Sparten stärker als gedacht.
Im zweiten Quartal wuchs der operative Gewinn um knapp 15 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Das lag über den Markterwartungen. Konzernchef Philippe Donnet sieht den Konzern damit auf Kurs zu seinem mittelfristigen Gewinnziel und kündigte einen Aktienrückkauf von bis zu 500 Millionen Euro an.
Starkes erstes Halbjahr über alle Sparten
Für das erste Halbjahr weist Generali ein operatives Ergebnis von 4,51 Milliarden Euro aus, ein Plus von elf Prozent. Die Prämieneinnahmen kletterten um sechs Prozent auf 53,4 Milliarden Euro. Der Überschuss legte um 18 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu.
Besonders das Neugeschäft in der Lebensversicherung sticht heraus: Der Wert des Neugeschäfts stieg um mehr als 21 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro, die Nettomittelzuflüsse in der Lebenssparte erreichten mit 8,3 Milliarden Euro einen Rekord für ein erstes Halbjahr. In der Schaden- und Unfallversicherung profitierte Generali von einer anhaltend positiven Preisentwicklung sowie vom Wachstum im Kfz- und Bancassurance-Geschäft.
JPMorgan-Analyst Farooq Hanif bezeichnete die Zahlen als solide Überraschung und hob insbesondere das Lebensversicherungsgeschäft sowie die Preisdynamik im Schadengeschäft hervor.
Rückkauf startet, Naturkatastrophen bleiben im Rahmen
Der Aktienrückkauf über bis zu 500 Millionen Euro ist Teil der Strategie 2025 bis 2027 und deckt bis zu zwei Prozent des Grundkapitals ab. Die Hauptversammlung hatte die Ermächtigung dafür bereits am 23. April 2026 erteilt; der Rückkauf soll innerhalb von 18 Monaten in mehreren Tranchen erfolgen.
Die Waldbrände in Südeuropa im Juli belasteten den Konzern laut Finanzchef Cristiano Borean mit weniger als 100 Millionen Euro, davon rund 40 Millionen Euro in Frankreich. Insgesamt summierten sich die Naturkatastrophenschäden im Juli auf etwa 300 Millionen Euro — ein Betrag, den Generali offenbar problemlos verkraftet.
An der Börse in Mailand reagierten Anleger am Freitagmittag positiv, die Aktie legte rund ein Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht damit ein Kursplus von mehr als einem Viertel zu Buche.
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