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Genmab Aktie: Phase-3-Studie LiGeR-HN1 erreicht beide Endpunkte

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 06:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Kombination mit Pembrolizumab erreichte in der Phase-3-Studie beide primären Endpunkte und senkte das Sterberisiko gegenüber der Einzeltherapie.
Genmab, Aktie, Phase-3-Studie, LiGeR-HN1, Endpunkte, Kombination, Pembrolizumab, Sterberisiko, Einzeltherapie Illustration mit AI erstellt.

Genmab hat am Mittwoch für Petosemtamab einen entscheidenden Studienerfolg gemeldet: Die Kombination mit Pembrolizumab verringerte das Sterberisiko gegenüber Pembrolizumab allein um 50%. Damit erhält der Wirkstoff einen Wirksamkeitsbeleg aus einer fortgeschrittenen Studienphase. Frühere Ergebnisse liefern ergänzenden Kontext, ersetzen aber nicht den direkten Vergleich mit der alleinigen Behandlung.

Vergleichsstudie erreicht beide primären Endpunkte

Nach Angaben von Genmab erreichte die Phase-3-Studie LiGeR-HN1 beide primären Endpunkte. Untersucht wurde die Erstbehandlung von Patienten mit PD-L1-positivem, wiederkehrendem oder metastasiertem Kopf-Hals-Krebs. Die gemeldete Verringerung des Sterberisikos bezieht sich ausdrücklich auf den Vergleich der Kombination mit Pembrolizumab allein.

Für die Einordnung ist diese Vergleichsbasis zentral. Die Nachricht betrifft nicht lediglich ein Ansprechen auf die Behandlung, sondern einen Überlebensvorteil gegenüber der Vergleichstherapie. Zugleich bleibt die Aussage an die untersuchte Patientengruppe und die konkrete Wirkstoffkombination gebunden.

Frühere Ergebnisse ergänzen das Bild

Bereits am 26. Oktober hatte Genmab aktualisierte Ergebnisse aus der Phase-2-Untersuchung derselben Kombination in der Erstbehandlung dieser Krebsform veröffentlicht. Diese Daten beschreiben die beobachtete Wirksamkeit anhand mehrerer klinischer Messgrößen.

Das mediane Gesamtüberleben lag bei 28,2 Monaten. Die Gesamtansprechrate erreichte 63%, das mediane progressionsfreie Überleben betrug 9,0 Monate.

Diese Kennzahlen und die vergleichende Aussage zum Sterberisiko beantworten unterschiedliche Fragen. Die früheren Daten beschreiben Überleben und Ansprechen innerhalb der Untersuchung. Der später gemeldete Studienerfolg stellt dagegen den Nutzen gegenüber Pembrolizumab allein in den Mittelpunkt. Beide Ergebnisse lassen sich deshalb ergänzend lesen, aber nicht gleichsetzen.

Darmkrebs-Programm und Finanzbericht im Blick

Auch außerhalb von Kopf-Hals-Krebs untersucht Genmab Petosemtamab in Kombinationstherapien. Für Anleger erweitert das den Blick auf den Wirkstoff, ohne die Ergebnisse verschiedener Krebsarten miteinander zu vermischen.

Am 25. Oktober meldete Genmab aktualisierte Nachbeobachtungsanalysen zu Petosemtamab mit Chemotherapie bei metastasiertem Darmkrebs. Die objektiven Ansprechraten betrugen 75% in der Erstbehandlung und 67% in der Zweitbehandlung.

Daneben haben Genmab und Incyte eine klinische Studienkooperation angekündigt. Sie wollen Petosemtamab zusammen mit Incytes INCB161734 und Chemotherapie bei bislang unbehandeltem metastasiertem Darmkrebs mit KRAS-G12D-Mutationen untersuchen.

Der nächste fest terminierte Unternehmensbericht folgt am 5. November 2026 mit den Geschäftszahlen zum dritten Quartal 2026. Bis dahin bildet der gemeldete Überlebensvorteil den zentralen neuen Wirksamkeitsbeleg für Petosemtamab. Die Darmkrebs-Daten ergänzen ihn als eigenständiger Entwicklungsstrang.

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