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GenSight Biologics Aktie: Kapitalerhöhung um eine Million Euro

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 07:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Kassenbestand sank auf 0,7 Millionen Euro; für RECOVER benötigt GenSight rund 16 Millionen Euro Nettofinanzierung.

GenSight Biologics sammelt eine Million Euro ein
Moderne Laborumgebung in blauem und bernsteinfarbenem Licht als Symbol für biotechnologische Forschung und Finanzierung. Illustration mit AI erstellt.

Eine Kapitalerhöhung von einer Million Euro: GenSight Biologics hat am Donnerstag eine Million Euro eingesammelt. Die Summe deckt einen Teil des Bedarfs, den das Unternehmen in den kommenden Monaten hat.

Kleine Summe, bekannte Geldgeber

Die Mittel stammen von den Bestandsaktionären Heights Capital und Invus, die zu denselben Konditionen wie im März zeichneten. Ausgegeben werden neue Aktien zu 0,077 Euro, dazu Optionsscheine, darunter vorfinanzierte Warrants. Der Ausgabepreis liegt 4,6 Prozent unter dem Dreitageskurs. Der Nettoerlös beträgt rund 0,95 Millionen Euro.

Werden alle Optionsscheine ausgeübt, flössen weitere 0,8 Millionen Euro zu. Die Liquiditätsplanung rechnet damit jedoch nicht. Die Zahl der Aktien würde dann von rund 244 Millionen auf gut 265 Millionen steigen. Die neuen Aktien sollen am 12. Oktober an der Euronext Paris handelbar sein.

Der Kassenstand

Zum 30. September lagen 0,7 Millionen Euro in der Kasse, nach 1,7 Millionen Euro Ende Juni. Die Sommerpause im französischen Härtefallprogramm, der Technologietransfer zu Catalent und die Vorbereitung der Phase-III-Studie RECOVER belasteten das Quartal.

Die bezahlten Zugangsprogramme für GS010/LUMEVOQ: Seit März flossen 8,2 Millionen Euro brutto zu, davon 1,7 Millionen Euro im dritten Quartal. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen erste Behandlungen in weiteren Ländern.

Der Nettofinanzierungsbedarf beträgt laut Unternehmen rund 16 Millionen Euro, vor allem für RECOVER und die zugehörige Herstellung. Die Prüfer-Hinweise zur Unternehmensfortführung bleiben bestehen: Es gebe eine wesentliche Unsicherheit, die erhebliche Zweifel an der Going-Concern-Fähigkeit begründen könne.

Forschung

Im New England Journal of Medicine erschienen Ergebnisse zur optogenetischen Therapie bei fortgeschrittener Retinitis pigmentosa, an der GenSight beteiligt war.

Die Behandlung galt im Rahmen der Studie als sicher. Sieben von zehn Patienten reagierten empfindlicher auf Licht, vier von acht verbesserten sich bei Verhaltenstests, etwa beim Erkennen von Objekten. Normales Sehen stellte sich nicht ein.

Was jetzt zählt

Die frische Million deckt einen Teil des kurzfristigen Bedarfs von bis zu zwei Millionen Euro. Den Rest will GenSight bis Ende November über zusätzliche Behandlungen im Rahmen der Zugangsprogramme oder über die geplante neue Kreditlinie decken.

Gelingt das, reicht das Geld bis Ende März 2027, wenn erste größere RECOVER-Zahlungen fällig werden. Ohne die strukturelle Finanzierung bis dahin verschiebt sich der Studienstart. Zuvor will das Unternehmen noch vor Jahresende die Studienplanung mit der FDA abschließen.

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