GLOBALFOUNDRIES, Aktie

GLOBALFOUNDRIES Aktie: Kurs fÀllt 9,2 Prozent

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 21:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Aktienkurs gab im Technologiesektor nach; zugleich soll GlobalFoundries zwei Werke in New York betreiben und eine KI-Plattform entwickeln.
Abstrakte Darstellung von Halbleiter-Wafern in kĂŒhlem Licht als Symbol fĂŒr den Technologiesektor. Illustration mit AI erstellt.

GlobalFoundries verzeichnet heute eine TagesverĂ€nderung von -9,2% im Umfeld eines weltweiten Ausverkaufs bei KI- und Technologiewerten. Medienberichten zufolge begann die SchwĂ€che in Asien und erfasste auch Nvidia. Bei GlobalFoundries trifft dieses Marktumfeld auf langfristige AusbauplĂ€ne: Das Unternehmen soll zwei neue Halbleiterfabriken in New York als Technologieanbieter und Betreiber fĂŒhren.

Der heutige KursrĂŒckgang und die Ausbauvorhaben betreffen damit unterschiedliche Zeithorizonte. WĂ€hrend der Technologiesektor unmittelbar unter Verkaufsdruck steht, reichen die angekĂŒndigten Projekte mehrere Jahre in die Zukunft. FĂŒr Anleger ist deshalb entscheidend, zwischen dem Marktgeschehen und den geplanten operativen Fortschritten zu unterscheiden.

Neue Fabriken mit langfristigem Horizont

Am 14. Oktober teilte GlobalFoundries mit, fĂŒr die beiden neuen Fabriken am Standort Malta ausgewĂ€hlt worden zu sein. Japan stellt im Rahmen der Initiative bis zu 21 Mrd. US-Dollar bereit. FĂŒr die erste Fabrik ist eine Investition von rund 10 Mrd. US-Dollar vorgesehen.

Die Auswahl weist GlobalFoundries eine konkrete Rolle in dem Vorhaben zu: Das Unternehmen soll sowohl die Technologie liefern als auch den Betrieb ĂŒbernehmen. Der Finanzierungsrahmen der Initiative ist dabei von der vorgesehenen Investition fĂŒr die erste Fabrik zu unterscheiden.

Deren Betriebsstart wird fĂŒr 2029 erwartet. Die Meldung beschreibt somit einen geplanten KapazitĂ€tsausbau und keinen bereits erfolgten Produktionsbeginn.

KI-Projekte und Quartalszahlen als nÀchste Wegmarken

Neben dem US-Vorhaben verfolgt GlobalFoundries eine neue Technologieplattform fĂŒr Physical-AI-Anwendungen. Die am 9. Oktober vorgestellte FDX-Fusion-FD-SOI-Plattform soll ab 2028 in Dresden gefertigt werden.

Vor dem geplanten Fertigungsstart stehen Entwicklungsschritte und die Bewertung durch Kunden. Damit ist auch dieses Projekt zunÀchst an technische Meilensteine gebunden und nicht mit einem unmittelbar bevorstehenden Produktionsanlauf gleichzusetzen.

Demonstrator-Silizium soll Anfang 2027 zur Kundenevaluierung bereitstehen. Ein erstes Process Design Kit ist fĂŒr Mitte 2027 vorgesehen. Hinzu kommt die am 8. Oktober gemeldete Vereinbarung zum Aufbau einer US-Lieferkette fĂŒr Silizium-Interposer fĂŒr fortschrittliche KI-ChipgehĂ€use.

Diese Vorhaben ergÀnzen den Fabrikausbau um Technologieentwicklung und eine geplante Lieferkette. Sie liefern konkrete Projektperspektiven, ersetzen aber nicht den Blick auf die GeschÀftsentwicklung.

Die nĂ€chste terminierte Veröffentlichung dazu sind die Ergebnisse fĂŒr das dritte Quartal 2026. Medienberichten zufolge ist die Vorlage am 4. November vor Börsenbeginn geplant. Damit steht vor den langfristigen Produktionsstarts zunĂ€chst ein nĂ€herer Termin zur Beurteilung der operativen Entwicklung an.

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