Gold, China

Gold: China importiert 1.000 Tonnen

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aussichten auf weitere US-Zinserhöhungen und geringere geopolitische Spannungen belasten Gold. Chinas Importe und Zentralbankkäufe stützen die Nachfrage.

Goldpreis fällt nach Fed-Signalen um 1,3 Prozent auf 4.302 Dollar
Stapel von Goldbarren in einem sicherheitsverwahrten Tresorraum. Illustration mit AI erstellt.

Strikte Töne aus den USA bringen den Goldpreis zur Wochenmitte spürbar unter Zugzwang. Das Edelmetall verbilligte sich heute um 1,3 Prozent auf 4.302,01 USD je Feinunze, nachdem Signale von Vertretern der Federal Reserve die Inflationssorgen und die Erwartungen an den künftigen Zinspfad verschärft haben. Damit fiel die Notierung wieder unter die Marke von 4.350 USD zurück.

Zinssorgen nach der Notenbank-Entscheidung

Auslöser der anhaltenden Zurückhaltung an den Edelmetallmärkten ist der geldpolitische Kurs der US-Notenbank. Der Vorsitzende Kevin Warsh signalisierte, dass auf diesen Schritt weitere Erhöhungen folgen könnten.

Die Finanzmärkte stellen sich rasch auf diese straffere Gangart ein. Daten der Terminbörse CME zufolge preisen die Marktakteure inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent für einen weiteren Zinsschritt bei der Fed-Sitzung im Dezember ein. Steigende Zinsen erhöhen typischerweise die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Edelmetalle, was kurzfristig orientierte Anleger aus dem Markt treibt.

Parallel dazu ließ der Druck auf den Rohstoffmärkten durch politische Signale nach. Präsident Trump sprach von einem sehr guten Treffen mit iranischen Gesandten. Das Nachlassen akuter geopolitischer Spannungen verringerte zugleich den Bedarf an kurzfristigen Absicherungen über das gelbe Metall.

Starke Nachfrage aus Asien und Notenbanken

Während die Zinswende die Notierungen belastet, kommt von der physischen Nachfrage weiterhin substanzielle Unterstützung. Medienberichten zufolge überschritten Chinas Goldimporte im August bereits die Marke von 1.000 Tonnen. Damit hat das Land nach acht Monaten bereits das Importvolumen des gesamten Jahres 2025 übertroffen, getrieben von einem hohen Interesse privater und institutioneller Investoren.

Auch die weltweiten Zentralbanken treten weiterhin als tragende Säule auf. Die institutionellen Zukäufe bilden damit ein stabiles Gegengewicht zu den Zinssorgen der westlichen Finanzmärkte.

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