Gold, LBMA-Umfrage

Gold: LBMA-Umfrage sieht 5.013 Dollar in zwölf Monaten

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Goldpreis sinkt im Tageshandel, während Delegierte für zwölf Monate 5.013 US-Dollar je Feinunze prognostizieren.

Goldpreis gibt vor Fed-Protokoll nach, Branchenumfrage bleibt optimistisch
Mehrere Goldbarren auf einer dunklen Marmoroberfläche in einem professionellen Finanzumfeld. Illustration mit AI erstellt.

Zinssorgen vor Notenbank-Bericht

An den Finanzmärkten richtet sich das Augenmerk heute auf die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Federal Reserve. Investoren erhoffen sich von dem Dokument neue Hinweise auf die Zinsentwicklung bis zum Jahresende.

Vor den Signalen aus Washington tendiert das Edelmetall schwächer. Im heutigen Handel gibt der Goldpreis um 0,7 Prozent auf 4.136,48 US-Dollar je Feinunze nach. Ein anhaltend hohes Zinsniveau verteuert die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Rohstoffe gegenüber festverzinslichen Staatsanleihen.

Branchenkonferenz erwartet kräftige Erholung

Trotz der gegenwärtigen Zurückhaltung überwiegt in der Edelmetallbranche auf Jahressicht deutliche Zuversicht. Auf der Konferenz der London Bullion Market Association (LBMA) im italienischen Sorrento zeichneten die Teilnehmer ein optimistisches Bild. Eine Umfrage unter den Konferenzdelegierten ergab für Gold auf Sicht von zwölf Monaten eine Preisprognose von 5.013 US-Dollar je Feinunze.

Vom bisherigen Höchststand ist der Markt nach einer längeren Konsolidierung noch ein Stück entfernt. Neben geopolitischen Spannungen verweisen Marktteilnehmer vor allem auf wachsende staatliche Schuldenberge, die das Interesse am gelben Metall mittelfristig wieder anfachen dürften.

Für institutionelle Akteure bleibt Gold ein wesentliches Instrument zur Risikostreuung im Portfolio. Zwar dämpfen restriktive Notenbanken kurzfristig spekulative Zuflüsse. Grundlegende Sorgen um fiskalische Stabilität und die langfristige Kaufkraft von Leitwährungen stützen jedoch den physischen Markt.

Notenbanken stützen die Nachfrage

Ein entscheidendes Fundament für das Preisniveau bildet das anhaltende Kaufinteresse internationaler Währungshüter. Laut einer Umfrage der UBS nennen 65 Prozent der Reserveverwalter Diversifizierung als primären Beweggrund für ihre Goldbestände. Fast 90 Prozent der Konferenzteilnehmer in Sorrento rechnen damit, dass Zentralbanken ihr Einkaufstempo in den kommenden fünf Jahren beibehalten oder beschleunigen.

Besonders die People’s Bank of China tritt verlässlich als Abnehmer auf. Berichten zufolge setzte die chinesische Notenbank ihre Nettokäufe im September den 23. Monat in Folge fort und meldete offizielle Reserven von 77,47 Millionen Unzen. Diese anhaltende Nachfrage der Notenbanken federt den Druck durch steigende Anleiherenditen vorerst ab.

Anzeige

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 7. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | XC0009655157 | GOLD | boerse | 70253661 |