Gold: Notenbanken kaufen 288,9 Tonnen
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 08:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Arbeiten an der beschädigten saudi-arabischen Ost-West-Pipeline haben die Lage an den internationalen Rohstoffmärkten beruhigt. Medienberichten zufolge führten die Reparaturfortschritte nach dem vorangegangenen Houthi-Angriff zu spürbar nachgebenden Ölpreisen. Die damit nachlassenden Inflationsängste sorgten auch am Markt für Edelmetalle für eine spürbare Entlastung.
Parallel dazu gab der Druck an den Rentenmärkten nach. Die Rendite richtungsweisender US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit fiel auf rund 4,93 Prozent zurück, nachdem sie zuvor kurzzeitig die kritische Marke von fünf Prozent übertroffen hatte. Sinkende Anleiherenditen verringern traditionell die Opportunitätskosten für das Halten unverzinslicher Edelmetalle.
Vor diesem Hintergrund schloss das gelbe Metall am Freitag mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 4.382,82 USD je Feinunze.
Unterschiedliche Signale der Zentralbanken
Auf geldpolitischer Ebene sehen sich Anleger mit gegenläufigen Entwicklungen konfrontiert.
Gleichzeitig beließ die Bank of England ihre Leitzinsen unverändert.
Für Marktbeobachter bleibt das Zusammenspiel aus Zinsentwicklung und geopolitischer Unsicherheit das bestimmende Thema. Zwar dämpfen straffere Finanzierungskosten tendenziell den Aufwärtsdruck, doch als Absicherung gegen weltpolitische Risiken bleibt Gold weiterhin gesucht.
Kräftige Zukäufe der Notenbanken
Eine beständige Säule für die Preisbildung bildet die institutionelle Nachfrage. Nach Angaben des World Gold Council sicherten sich die weltweiten Währungshüter im zweiten Quartal 2026 insgesamt 288,9 Tonnen Gold. Dies entspricht einem deutlichen Zuwachs von 62,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Als treibende Kräfte erwiesen sich dabei Polen mit Zukäufen von 51 Tonnen und China mit 33 Tonnen. Dem standen Abflüsse durch Verkäufe aus Russland und der Türkei gegenüber, die das Gesamtergebnis der Notenbankkäufe jedoch nicht schmälern konnten.
Kursziele der Investmentbanken
Die Aussichten für die kommenden Monate bewerten führende Institute weiterhin positiv.
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