Goldwind, Offshore-Turbinen

Goldwind: 25 Offshore-Turbinen installiert

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 17:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Goldwind meldet erfolgreiche Installation von 25 Hochleistungsturbinen vor Guangdong und eröffnet neue Fabrik in Kapstadt.

Goldwind installiert 25 Offshore-Turbinen der 16,2-MW-Klasse
Mehrere große Offshore-Windkraftanlagen im Meer während des Sonnenuntergangs. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Goldwind Science & Technology hat heute die erfolgreiche Installation von 25 Offshore-Windturbinen der 16,2-Megawatt-Klasse im Projekt CGN Yangjiang FanShiEr (Phase II) gemeldet. Diese großangelegte Inbetriebnahme im tiefen Gewässer markiert einen technologischen Meilenstein für den chinesischen Hersteller. Mit einem Rotordurchmesser von 266 Metern gehören die eingesetzten Anlagen vom Typ GWH266-16.2MW zu den leistungsstärksten Einheiten, die das Unternehmen bisher in Betrieb genommen hat.

Technologische Meilensteine im Offshore-Segment

Das Projekt vor der Küste der Provinz Guangdong soll künftig eine jährliche Stromerzeugung von rund 14,1 Milliarden Kilowattstunden für die Greater Bay Area leisten. Goldwind festigt mit diesem Abschluss seine Position im Segment der Hochleistungsturbinen. Nach Unternehmensangaben sind inzwischen über 45 Einheiten mit einer Kapazität von mindestens 16 Megawatt netzgebunden, was einer kumulierten Leistung von etwa 750 Megawatt entspricht.

Ein Prototyp dieser Bauart ist bereits seit April 2025 stabil im Einsatz. Die aktuelle Installation ist eingebettet in die nationale Strategie Chinas, die bis zum Jahr 2030 eine Offshore-Windkapazität von insgesamt 100 Gigawatt anstrebt. Damit reagiert der Konzern auf den steigenden Bedarf an erneuerbaren Energien in industriellen Ballungszentren.

Globale Expansion mit neuer Fabrik in Kapstadt

Parallel zum technologischen Ausbau in der Heimat treibt der Konzern seine internationale Präsenz voran. Gestern eröffnete Goldwind in Kapstadt eine neue „Solution Factory“. Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern im Montague Garden Industrial Park ist dies das sechste Übersee-Werk des Unternehmens. Die Einrichtung dient als regionales Zentrum für Fernüberwachung, Wartung, technischen Support und Lagerhaltung für den afrikanischen Markt.

Zur Eröffnung waren unter anderem die südafrikanische Vize-Energieministerin Samantha Graham-Maré sowie Vertreter des Branchenverbandes SAWEA anwesend. Im Rahmen der Standorteröffnung unterzeichnete Goldwind zudem Absichtserklärungen mit den spezialisierten Drohnenanbietern Clobots und Forestry Drone. Ziel ist es, die Inspektion und Wartung von Windkraftanlagen künftig verstärkt durch automatisierte Drohnentechnologie zu unterstützen.

Operative Fortschritte in Europa und Analysteneinschätzung

Auch in Europa vermeldet der Turbinenhersteller Fortschritte. Der Windpark Urleasca in Rumänien erhielt am Dienstag die kommerzielle Betriebslizenz. Das 102-Megawatt-Projekt, das von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) mit über 46 Millionen Euro mitfinanziert wurde, setzt auf 17 Turbinen von Goldwind. Trotz der Kritik aus europäischen Industriekreisen am Einsatz chinesischer Technologie in geförderten Projekten wurde das Vorhaben nun für die Stromproduktion freigegeben.

An der Börse zeigt sich der Wert heute jedoch schwächer und notiert bei 1,07 Euro, was einem Rückgang von 1,25 Prozent entspricht. Damit liegt der Kurs aktuell 12,95 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf 27,81 Prozent. Die Analysten von Daiwa bewerten das Papier weiterhin mit „Hold“ und vergeben ein Kursziel von 10,26 Hongkong-Dollar. Medienberichten zufolge liegt der breitere Marktkonsens derzeit bei einer Einstufung als „Moderate Buy“, wobei das durchschnittliche Kursziel mit 15,45 Hongkong-Dollar beziffert wird.

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