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Graphene Manufacturing Group Aktie: G®CELL lädt in sechs Minuten

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

G®CELL erreicht bei sechsminütigem Laden 94 Prozent Wirkungsgrad; die Übertragung auf größere Zellformate steht als nächster Schritt an.

Graphene Manufacturing Group meldet Fortschritte bei Schnellladezellen
Abstrakte Darstellung einer futuristischen Batteriezelle mit blauen Energieimpulsen für moderne Speichertechnologie. Illustration mit AI erstellt.

Ein signifikanter Technologiesprung rückt die Batterietechnologie von Graphene Manufacturing Group heute in den Mittelpunkt. Das Unternehmen veröffentlichte neue Leistungsdaten für seine 1,5-Ah-Pouchzellen des Typs G®CELL, die unter extremen Schnellladebedingungen erzielt wurden.

Bei einer vollständigen Ladung und Entladung innerhalb von sechs Minuten mit einer Laderate von 10C kletterte die Energiedichte um 48 Prozent auf 58 Wattstunden pro Kilogramm, nachdem zuvor 39 Wattstunden pro Kilogramm erreicht worden waren.

An der Börse sorgten die Neuigkeiten für spürbaren Auftrieb: Das Wertpapier legte heute um 11 Prozent zu und kletterte auf 1,55 Euro.

Deutlicher Vorsprung gegenüber LTO-Referenz

Die Messungen bescheinigen der Technologie neben dem Dichtezuwachs eine hohe Energieeffizienz. Bei dem Sechs-Minuten-Ladezyklus mit 10C erreichte die Zelle einen Wirkungsgrad von 94 Prozent. Eine zu Vergleichszwecken getestete Lithium-Titanatoxid-Zelle (LTO) kam unter identischen Parametern lediglich auf 64 Prozent.

Auch hinsichtlich der Alterung unter hoher Belastung zeigten sich markante Differenzen. Während die LTO-Vergleichszelle bei 10C bereits nach 82 Zyklen auf 80 Prozent ihrer ursprünglichen Nennkapazität abfiel, verzeichnete die Graphenzelle nach 393 Zyklen einen Kapazitätsverlust von 10 Prozent.

Nachdem vor rund einem Monat bereits die prinzipielle Belastbarkeit in Langzeittests im Raum stand, verdoppelte sich bei moderaterer 7C-Belastung die Haltbarkeit: Bei einer Ladezeit von sechs Minuten absolvierte die Zelle 1.000 vollständige Zyklen ohne messbaren Leistungsverlust.

Partnerschaft mit Rio Tinto im Fokus

Die Erprobung und der Bau der Testzellen erfolgten nicht im luftleeren Raum, sondern stützen sich auf externe Validierung. Durchgeführt wurden die Untersuchungen vom Battery Innovation Center im US-Bundesstaat Indiana. Die Entwicklungsarbeiten selbst finden im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit dem Bergbaukonzern Rio Tinto statt.

Das Management kündigte an, die Energiedichte sowie die Zyklenlebensdauer bei hohen Laderaten weiter optimieren zu wollen. Der nächste wesentliche Entwicklungsschritt besteht darin, die Technologie auf größere Zellformate zu übertragen, um industrielle Einsatzszenarien vorzubereiten.

Herausforderungen bei Skalierung und Finanzen

Trotz der gemeldeten Labordaten bleibt der Weg bis zu einer marktreifen Großserienfertigung anspruchsvoll. Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Kommerzialisierung spekulativer Batterietechnologien erhebliche Vorleistungen erfordert.

Neben anhaltenden Mittelabflüssen und dem Erfordernis künftiger Anschlussfinanzierungen stellt insbesondere die Skalierung der Fertigungsprozesse vom Pouchzellen-Format auf kommerzielle Größenordnungen ein zentrales Umsetzungsrisiko dar.

Mit dem heutigen Kurssprung notiert die Aktie 10,0 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, während Anleger nun auf konkrete Nachweise einer industriellen Skalierbarkeit warten.

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