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Graphite One Aktie: EXIM Bank sichert 2,07 Milliarden zu

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 13:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Graphite One konkretisiert Mine und Verarbeitungswerk in den USA; vorläufige Zusagen über 2,07 Milliarden US-Dollar decken rund 70 Prozent.

Graphite One: US-Projekt mit 2,07 Milliarden Dollar Finanzierung
Rohstücke aus Graphit auf einer dunklen, texturierten Oberfläche in atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das Rohstoffunternehmen Graphite One treibt den Aufbau einer vertikal integrierten US-Lieferkette für Batteriematerialien weiter voran. Die Strategie des Unternehmens verknüpft die Erschließung des Rohstoffvorkommens Graphite Creek in Alaska mit der Weiterverarbeitung im Bundesstaat Ohio. Am Freitag legte das Papier um 3,4 Prozent auf einen Schlusskurs von 0,5770 Euro zu, notiert seit Jahresanfang jedoch 54 Prozent im Minus.

Fortschritte am Verarbeitungsstandort in Ohio

Ein zentraler Baustein der Pläne liegt in Conneaut im Ashtabula County in Ohio. Dort sicherte sich das Unternehmen am 19. Mai über eine Lizenzvereinbarung mit der Bessemer and Lake Erie Railroad Company, einer Tochtergesellschaft der Canadian National Railway, das Areal für eine Produktionsstätte für aktives Anodenmaterial. Die geplante Anlage ist auf eine jährliche Produktionskapazität von 25.000 Tonnen synthetischem Graphit ausgelegt.

Für die Ausgestaltung der Produktionssysteme schloss das Unternehmen am 16. Juni einen Vertrag mit einem spezialisierten Ingenieurdienstleister ab. Am 16. Juli erreichte Graphite One zudem einen behördlichen Zwischenschritt: Die Umweltbehörde des Bundesstaates, die Ohio EPA, stufte den Antrag auf eine Luftqualitätsgenehmigung als verwaltungstechnisch vollständig ein, womit das Vorhaben in die technische Prüfungsphase überging.

Strategische Bedeutung der Lagerstätte in Alaska

Als Rohstoffbasis dient das Projekt Graphite Creek in Alaska. Dessen Relevanz für die US-Industrie betonte Alaskas Gouverneur Mike Dunleavy am 9. September in einem Gastbeitrag sowie in einem Fernsehinterview beim US-Sender Fox News.

Dunleavy stufte das Vorkommen als strategisch bedeutsam für die US-Sicherheit bei kritischen Mineralien ein und äußerte, dass die Lagerstätte den Graphitbedarf der Vereinigten Staaten für ein Jahrhundert decken könne.

Das Vorhaben in Alaska durchläuft derzeit das beschleunigte US-Genehmigungsverfahren FAST-41. Im Rahmen dieses behördlichen Fahrplans ist der Termin für die Bundesentscheidung für den 29. September 2026 vorgesehen.

Finanzierungsrahmen über 2 Milliarden US-Dollar

Finanziell stützt sich das Gesamtkonzept auf eine substanzielle Vorab-Zusage staatlicher Stellen. Am 18. Dezember 2025 erhöhte die Export-Import Bank of the United States (EXIM Bank) im Rahmen ihrer Initiative „Make More in America“ ihre unverbindlichen Interessensbekundungen.

Die vorläufigen Finanzierungszusagen stiegen für die Mine Graphite Creek auf 670 Millionen US-Dollar und für das Verarbeitungswerk in Ohio auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Mit einem Gesamtvolumen von 2,07 Milliarden US-Dollar und einer Laufzeit von 15 Jahren decken diese Absichtserklärungen rund 70 Prozent der gesamten veranschlagten Investitionskosten für beide Projektteile ab.

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