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Grupo Casas Bahia Aktie: Verhandlungen über Sanierungskredit laufen

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 16:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Händler sucht bis zu R$ 300 Millionen Kredit; Sanierungsplan und Zustimmung der Gläubiger stehen weiterhin aus.
Abstrakte Darstellung einer finanziellen Sanierung in einem professionellen Büroambiente mit stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Grupo Casas Bahia sucht während seiner gerichtlichen Sanierung nach zusätzlicher Finanzierung. Medienberichten vom Samstag zufolge verhandelt der Einzelhändler mit einer Gläubigerbank über ein Darlehen von R$ 200 Millionen bis R$ 300 Millionen. Angestrebt werde ein Abschluss innerhalb von drei Wochen.

Eine verbindliche Kreditvereinbarung ist damit noch nicht bestätigt. Die Gespräche betreffen eine Finanzierung während des laufenden Sanierungsverfahrens. Für Anleger ist deshalb entscheidend, ob aus den Verhandlungen tatsächlich eine Zusage wird: Ein angestrebter Abschluss ist noch keine gesicherte Liquidität.

Dem Bericht zufolge strebt Casas Bahia insgesamt eine Finanzierung von R$ 1 Milliarde an. Das derzeit verhandelte Darlehen würde somit nur einen Teil dieses Ziels abdecken. Die Finanzierungsgespräche stehen neben der weiterhin ausstehenden Einigung über den Sanierungsplan.

Neue Verhandlungsführerin für die Gläubigergespräche

Parallel zur Suche nach frischem Geld hat Casas Bahia die Führung seiner Gläubigerverhandlungen neu besetzt. Am Freitag wurde bekannt, dass Camille Faria diese Aufgabe übernimmt. Die Partnerin von Althia Partners soll außerdem gemeinsam mit Führungskräften des Unternehmens am Sanierungsplan arbeiten.

Faria ersetzt Mateus Tessler, der weiterhin zum Verfahren beitragen soll. Auch Alvarez & Marsal bleibt eingebunden. Der Personalwechsel bedeutet damit keinen vollständigen Austausch der bisherigen Beteiligten, sondern eine neue Aufgabenverteilung innerhalb der Sanierungsarbeit.

Finanzierung und Gläubigerverhandlungen sind zwei zentrale Aufgaben des laufenden Verfahrens. Die Besetzung der Verhandlungsführung schafft dabei noch keine Einigung. Sowohl der Sanierungsplan als auch die Abstimmung der Gläubiger stehen weiterhin aus.

Gerichtliche Zulassung ist keine abgeschlossene Sanierung

Am Mittwoch ließ das zuständige Gericht in São Paulo das gerichtliche Sanierungsverfahren für Casas Bahia und neun verbundene Gesellschaften zu. Zugleich verlangte es ergänzende Unterlagen innerhalb von 30 Tagen und hielt den Vollstreckungsschutz von 180 Tagen aufrecht.

Die Entscheidung eröffnet den gerichtlichen Sanierungsprozess, ersetzt aber weder den Plan noch dessen Annahme durch die Gläubiger. Für die Bewertung der Fortschritte müssen diese Verfahrensschritte deshalb getrennt betrachtet werden.

Medienberichten zufolge umfasst das Verfahren Schulden von R$ 17,3 Milliarden. Vor diesem Hintergrund betreffen die laufenden Kreditgespräche einen Teil der finanziellen Neuordnung, nicht deren Abschluss.

Für Anleger stehen damit zwei konkrete Fortschritte im Mittelpunkt: eine verbindliche Finanzierungszusage und ein tragfähiger Sanierungsplan mit Zustimmung der Gläubiger. Die gerichtliche Zulassung und die neue Verhandlungsführung bilden dafür den organisatorischen Rahmen. Den Erfolg der Sanierung belegen sie noch nicht.

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