GSK Aktie: Wählt Wave-Kandidaten für Leberforschung
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 21:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Medienberichten zufolge befassten sich Analysten am 29. September eingehend mit der strategischen Aufstellung von GSK. Das Analysehaus Jefferies bestätigte an diesem Tag seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2.500p.
Nach einem Austausch mit dem Chief Scientific Officer des Konzerns hoben die Experten das B7H3-Programm als eine bislang unterschätzte Chance hervor. Die Deutsche Bank bekräftigte am selben Datum ihre Einstufung mit „Hold“ und setzte ein Kursziel von 2.000p an.
Die Experteneinschätzungen fallen in eine verhaltene Phase für den britischen Pharmakonzern. Die Notierung stand an den internationalen Handelsplätzen zuletzt unter Druck, während die Unternehmensführung daran arbeitet, die mittelfristigen Wachstumstreiber in der Entwicklungspipeline auszubauen.
Getrübte Kursentwicklung an den Märkten
Am Freitag ging das Papier mit einem Schlusskurs von 22,77 USD aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnete die Aktie damit einen Rückgang von 9,7 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beläuft sich aktuell auf minus 28 Prozent.
Um diesem Abwärtstrend entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf die gezielte Ergänzung seines Portfolios durch externe Kooperationen und Einlizenzierungen. Schwerpunkte bilden dabei insbesondere die Onkologie sowie Behandlungsansätze für Lebererkrankungen.
Zukäufe stärken die Wirkstoffforschung
Am Mittwoch vermeldete der Kooperationspartner Wave Life Sciences einen operativen Fortschritt. GSK wählte einen von Wave entwickelten Kandidaten für eine hepatologische Indikation aus, der nun in die klinische Forschungspipeline des Konzerns übergeht.
Dieser Schritt löste eine Meilensteinzahlung von 12 Millionen $ an das Partnerunternehmen aus. Im Rahmen der Zusammenarbeit sind künftig Meilensteinzahlungen von bis zu 375 Millionen $ sowie gestaffelte Lizenzgebühren vorgesehen.
Die Vereinbarung unterstreicht das Bestreben von GSK, das eigene Portfolio durch Partnerschaften mit spezialisierten Biotech-Unternehmen zu erweitern, ohne die gesamten Entwicklungsrisiken allein tragen zu müssen.
Bereits am 15. September sicherte sich GSK die weltweiten Rechte an einem Programm von Chimagen Biosciences für ein trispezifisches T-Zell-Therapeutikum gegen das Multiple Myelom. Die Vereinbarung umfasst entwicklungs- und kommerzbezogene Meilensteinzahlungen von insgesamt bis zu 750 Millionen $, während erste Studien der Phase I für das Jahr 2027 avisiert sind.
Zudem verlängerte die Gates-Stiftung am 28. September die Finanzierung für die Tuberkuloseforschung von AN2 Therapeutics, die in Kooperation mit GSK an Bor-basierten LeuRS-Inhibitoren forscht.
Struktur des Grundkapitals
Parallel zur operativen Entwicklung informierte das Unternehmen über die gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen.
Nach Angaben des Konzerns vom 30. September belief sich die Gesamtzahl der ausgegebenen Stammaktien auf 4.316.311.549 Stück. Nach Abzug der 270.881.064 im Bestand gehaltenen eigenen Anteile verblieben 4.045.430.485 Stimmrechte.
Mit den jüngsten Vereinbarungen setzt GSK klare Schwerpunkte bei der Erneuerung seiner Forschungspipeline, während der Markt auf greifbare Fortschritte aus den neuen Programmen wartet.
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