Hamborner REIT Aktie: 23,1 Millionen Euro Abwertungen
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 10:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der gewerbliche Immobilienspezialist Hamborner REIT hat am gestrigen Dienstag seine Bilanz für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Während die operativen Mieterträge nur geringfügige Einbußen verzeichneten, belasteten deutliche Wertkorrekturen am Immobilienportfolio das Periodenergebnis massiv. Die Aktie notiert am heutigen Mittwoch bei 4,33 Euro und bewegt sich damit weiterhin in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs von 4,27 Euro, von dem sie aktuell lediglich 1,29 Prozent trennen.
Operatives Ergebnis sinkt leicht
In den ersten zwei Quartalen des laufenden Jahres entwickelten sich die Miet- und Pachterlöse leicht rückläufig. Laut Unternehmensangaben sanken diese um 1,3 Prozent auf 45,1 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 45,7 Millionen Euro erzielt worden waren. In der Folge ging auch das operative Ergebnis (Funds from Operations, FFO) zurück. Der Wert sank um 4,4 Prozent auf 23,8 Millionen Euro.
Das Nettoergebnis der Berichtsperiode rutschte derweil tief in die Verlustzone. Nachdem im ersten Halbjahr des Vorjahres noch ein Überschuss von 6,5 Millionen Euro erwirtschaftet wurde, wies das Unternehmen nun einen Periodenfehlbetrag von 13,7 Millionen Euro aus. Maßgeblicher Grund für diese Entwicklung waren Portfolio-Abwertungen in Höhe von 23,1 Millionen Euro, die das Unternehmen im Zuge der turnusmäßigen Neubewertung vornehmen musste.
Portfolio-Optimierung und Net Asset Value
Der Substanzwert des Unternehmens verzeichnete durch die Marktanpassungen ebenfalls einen Rückgang. Zum Stichtag am 30. Juni 2026 lag der Net Asset Value (NAV) je Aktie bei 8,72 Euro. Dies entspricht einer Verringerung um 3,9 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2025, als der Wert noch mit 9,07 Euro angegeben wurde. Parallel dazu stieg der Verschuldungsgrad (LTV) der Gesellschaft auf 45,2 Prozent an.
Um das Portfolio weiter zu optimieren, veräußerte die Hamborner REIT gestern eine Büroimmobilie in Neu-Isenburg. Der vereinbarte Kaufpreis für das Objekt beläuft sich auf 13,5 Millionen Euro. Der wirtschaftliche Übergang der Immobilie wird für das dritte Quartal des laufenden Jahres erwartet. Flankierend zu den Transaktionsaktivitäten treibt das Unternehmen die Attraktivität seiner Standorte voran: Am vergangenen Mittwoch wurde eine erweiterte Initiative bekannt gegeben, die den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im bundesweiten Portfolio vorsieht.
Analysten-Votum und Jahresprognose
Trotz des Fehlbetrags auf Konzernebene hält die Unternehmensführung an ihren Zielen für das Gesamtjahr fest. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Gesellschaft weiterhin Mieterträge in einer Spanne zwischen 87,5 Millionen Euro und 89,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis FFO soll nach Firmenplanung am Jahresende zwischen 38 Millionen Euro und 42 Millionen Euro liegen.
Analyst Thomas Wissler von AlsterResearch bekräftigte seine positive Einschätzung für den Titel. Er beließ die Einstufung für den Hamborner REIT auf „Buy“. Das Kursziel sieht der Experte unverändert bei 10,50 Euro, was deutlich über dem aktuellen Marktniveau liegt. Anleger können sich den 10. November im Kalender vormerken, wenn das Unternehmen die nächste Zwischenmitteilung zum dritten Quartal veröffentlichen will.
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