Harbour Energy Aktie: Greensand speichert erstmals CO?
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die dänische Nordsee wird zum Schauplatz des ersten großtechnischen CO?-Speichers in der Europäischen Union. Harbour Energy hat gemeinsam mit Partnern die erste Kohlendioxid-Injektion im Projekt Greensand vollzogen und den kommerziellen Betrieb aufgenommen.
Der Schritt markiert einen operativen Meilenstein beim Aufbau industrieller Abscheidungs- und Speicheraktivitäten (CCS) abseits des klassischen Upstream-Geschäfts. An den Finanzmärkten stieß die Nachricht auf ein freundliches Umfeld: Im heutigen Handel legte die Aktie um 4,6 Prozent auf 3,23 Euro zu.
Kommerzieller Speicherbetrieb in der Nordsee angelaufen
Der kommerzielle Betrieb des Projekts Greensand läuft seit vergangenem Freitag. Bei dem Vorhaben hält Harbour Energy eine Beteiligung von 40 Prozent. Die operative Führung liegt bei INEOS E&P mit einem Anteil von ebenfalls 40 Prozent, während der dänische Staatsfonds Nordsøfonden die verbleibenden 20 Prozent hält. Das Vorhaben gilt als erster in Betrieb befindlicher CO?-Speicher im industriellen Maßstab innerhalb der EU.
In der Anfangsphase ist das System auf eine unterirdische Einlagerung von bis zu 400.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausgelegt. Das Treibhausgas wird verflüssigt und in das erschöpfte Ölfeld Nini West verpresst, das rund 250 Kilometer vor der dänischen Küste liegt.
Die Lagerung erfolgt in Sandsteinformationen rund 1.800 Meter unter dem Meeresboden. Das CO? stammt überwiegend von dänischen Biomethan-Erzeugern, gelangt per Lkw zum Hafen Esbjerg und wird von dort mit dem Spezialschiff Carbon Destroyer 1 auf See transportiert.
Portfolio-Umbau und operative Weichenstellungen
Die Inbetriebnahme fällt in eine Phase tiefgreifender Restrukturierung des britischen Energiekonzerns. Harbour Energy richtet sein internationales Portfolio neu aus, um Kapital gezielter in ausgewählten Kernregionen zu bündeln. Neben dem Einstieg in neue US-Golfküstenanlagen von LLOG Exploration und der Übernahme des britischen Waldorf-Portfolios trennte sich das Unternehmen von Randaktivitäten in Indonesien sowie von Vermögenswerten in Vietnam.
Rückenwind erhielt der Konzern zuletzt von der operativen Entwicklung im angestammten Fördergeschäft. Für das erste Halbjahr 2026 verzeichnete Harbour Energy eine Rekordproduktion und hob im Zuge festerer Öl- und Gaspreise die Jahresprognosen für Fördermengen und den Free Cashflow an.
Die Aktionäre wurden parallel über eine im laufenden Monat zahlbare Zwischendividende beteiligt. Überdies schloss das Management einen Aktienrückkauf und Einziehungen vor rund einem Monat ab.
Die Neuaufstellung stützt die Entwicklung an der Börse nachhaltig. Mit dem heutigen Zuwachs beläuft sich das Kursplus seit Jahresanfang auf 41 Prozent. Neben der klassischen Kohlenwasserstoffförderung gewinnt die Einbindung in europäische Dekarbonisierungsprojekte damit auch bilanziell an Profil.
Harbour Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Harbour Energy-Analyse vom 23. September liefert die Antwort:
Die neusten Harbour Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Harbour Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Harbour Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
