Hensoldt Aktie: Kartellamt genehmigt EloKa-Gemeinschaftsunternehmen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die US-GroĂbank Bank of America setzt verstĂ€rkt auf Hensoldt. Am heutigen Donnerstag hob das Institut das Kursziel fĂŒr den RĂŒstungselektronik-Konzern auf 94 Euro an. Zugleich bekrĂ€ftigten die Experten ihre Kaufempfehlung und nahmen den Titel in ihre Auswahlliste der besten europĂ€ischen Nebenwerte auf. An der Börse reagierte das Papier positiv auf die Hochstufung. Die Aktie legte heute um 1,3 Prozent auf 77,20 Euro zu.
Kontrastierende Stimmen am Markt
Mit der optimistischen EinschĂ€tzung setzt die Bank of America einen klaren Gegenpol zu vorsichtigeren Stimmen. Vor rund zwei Wochen bekrĂ€ftigte das Analysehaus mwb research eine Verkaufsempfehlung fĂŒr das Papier. Die dortigen Experten begrĂŒndeten ihre Skepsis mit dem gestiegenen Anteil des GeschĂ€fts mit gepanzerten Fahrzeugen. Zudem sahen sie Risiken fĂŒr die lĂ€ngerfristige Umsatzentwicklung.
Genehmigung fĂŒr wichtiges Bundeswehr-Projekt
Parallel dazu treibt das Unternehmen seine strategische Aufstellung voran. Am Montag erteilte das Bundeskartellamt die Freigabe fĂŒr ein Gemeinschaftsunternehmen im Bereich der elektronischen KampffĂŒhrung.
An dem Vorhaben sind neben Hensoldt Sensors auch Rohde & Schwarz, PLATH sowie General Dynamics European Land Systems-Bridge Systems beteiligt. Die kartellrechtliche Genehmigung schafft die Grundlage, um gemeinsam ein Angebot fĂŒr ein anstehendes Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr abzugeben.
ZusĂ€tzliche AuftrĂ€ge stĂŒtzen die operative Entwicklung. Am 9. September unterzeichnete Hensoldt mit den StreitkrĂ€ften einen Entwicklungsvertrag fĂŒr das EinsatzunterstĂŒtzungssystem Optarion. Das Vertragsvolumen belĂ€uft sich auf 15 Millionen Euro.
Standorterweiterung und anstehende GeschÀftszahlen
Auf politischer Ebene sicherte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Montag zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung des Freistaats zu. Bei einem GesprĂ€ch ging es um den Ausbau des regionalen Technologie-Ăkosystems, stabile Lieferketten und FachkrĂ€fte.
Auch infrastrukturell stellt der Konzern die Weichen auf Wachstum. Am 18. September feierte Hensoldt Richtfest fĂŒr den neuen Firmensitz in Taufkirchen, der bis Ende 2027 Platz fĂŒr 400 BeschĂ€ftigte bieten soll.
Trotz der jĂŒngsten Erholung notiert die Aktie weiterhin 34 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ob die Zuversicht der Analysten die Notierung nachhaltig stabilisieren kann, mĂŒssen die kommenden GeschĂ€ftszahlen zeigen. Am 5. November legt Hensoldt seine Mitteilung fĂŒr die ersten neun Monate vor.
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