Hershey, Aktie

Hershey Aktie: Jefferies senkt Kursziel

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 16:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Hershey verliert Marktanteile; Analysten senken Kursziele, während Kostensenkungen und neue Produkte die Margen und Nachfrage stützen sollen.
Hershey Company US4278661081 in schwarzweißer Reportage zeigt Arbeiter an der Produktionslinie einer Schokoladenfabrik Illustration mit AI erstellt.

Preiserhöhungen stützen die Erlöse des US-Süßwarenkonzerns Hershey, doch das Absatzvolumen gerät zunehmend unter Druck. Mehrere Analysehäuser passten ihre Kursziele für den Schokoladenhersteller nach unten an, da Marktanteilsverluste die Erholung belasten und Kostensenkungen erst mit Verzögerung bei den Margen ankommen dürften. An den Märkten notiert die Aktie heute mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent bei 150,85 Euro.

Analysten dämpfen Erwartungen an Mengenwachstum

Im dritten Quartal 2026 verharrten die Preise in den beobachteten Vertriebskanälen auf hohem Niveau. Eine Belebung der Absätze blieb jedoch aus, da der Konzern in Kernbereichen Marktanteile abgeben musste. Jefferies-Analyst Scott Marks senkte das Kursziel für die an der New York Stock Exchange notierte Aktie gestern von 190 auf 178 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Hold“.

Auch das Analysehaus TD Cowen korrigierte seine Erwartungen nach unten. Analyst Robert Moskow reduzierte das Kursziel am Dienstag von 210 auf 198 US-Dollar, beließ das Papier aber auf „Buy“. Weitere Marktbeobachter passten ihre Zielmarken ebenfalls moderat nach unten an und verwiesen darauf, dass der Marktanteil im Schokoladensegment bereits seit der Corona-Pandemie rückläufig tendiert.

Margendruck bremst Hoffnungen auf Rohstoffentlastung

Ein zentraler Belastungsfaktor der vergangenen Quartale waren die drastisch gestiegenen Kakaopreise. Zwar zeichnet sich an den Rohstoffmärkten eine Entspannung ab, was die Bruttomarge mittelfristig stützen sollte.

Jefferies rechnet für 2027 mit einem kräftigen Wachstum beim Gewinn je Aktie, betont jedoch, dass dieser Zuwachs überwiegend kosten- statt volumengestrieben ausfallen dürfte. Zudem drohen höhere Aufwendungen für Vertrieb, Marketing und Verwaltung die Margenverbesserungen teilweise aufzuzehren.

Für das laufende vierte Quartal 2026 setzt das Management nun verstärkt auf das saisonale Geschäft rund um Halloween sowie neue Produkte. Um die Dynamik langfristig wiederzubeleben, plant der Konzern im Jahr 2026 eine Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 25 Prozent. Eine neu aufgestellte Innovationspipeline soll über einen Zeitraum von fünf Jahren ein zusätzliches Umsatzvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar erschließen.

Parallel zu den operativen Herausforderungen vollzog der Großaktionär Hershey Trust Company, der als Treuhänder für die Milton Hershey School fungiert, routinemäßige Anteilsverkäufe. Im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans veräußerte die Stiftung Stammaktien im Wert von rund 4,90 Millionen US-Dollar.

Mit einem aktuellen Kursniveau von 150,85 Euro liegt die Aktie weiterhin gut 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ob die geplante Produktoffensive ausreicht, um die Nachfrage nachhaltig anzukurbeln, wird sich in den kommenden Quartalsberichten zeigen müssen.

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