HIVE Aktie: Zahlen am 9. November
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 16:40 Uhr | Redaktion boerse-global.deHIVE Digital Technologies hat heute den nächsten wichtigen Termin für Anleger bestätigt: Am 9. November veröffentlicht das Unternehmen nach Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027. Die anschließende Telefonkonferenz mit Webcast findet am 10. November statt.
Die Ankündigung trifft auf eine schwache Aktie. Mit einer heutigen Tagesveränderung von -8,2% steht das Papier vor der Ergebnisvorlage deutlich unter Druck. Der Bericht wird damit zum nächsten Prüfstein für die Erwartungen an HIVE.
Im Mittelpunkt stehen die Geschäftsentwicklung und die Finanzierung des GPU-Ausbaus. Für Anleger ist dabei wichtig, zwischen erwarteten Quartalsergebnissen und bereits vereinbarten langfristigen Vertragserlösen zu unterscheiden.
Analysten erwarten rückläufigen Umsatz
Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 rechnen Analysten mit einem Umsatz von 78,962 Mio. US-Dollar. Das entspräche einem Rückgang um 9,50 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Diese Prognose setzt die Messlatte für den Bericht. Entscheidend wird sein, ob HIVE die Erwartungen erfüllt und welche Erläuterungen das Unternehmen zur weiteren Geschäftsentwicklung gibt. Bis zur Veröffentlichung bleiben die Schätzungen ausdrücklich Erwartungen und keine gemeldeten Ergebnisse.
Beim Ergebnis je Aktie wird ein Verlust von 0,18 US-Dollar erwartet. Der prognostizierte Verlust wäre damit 157,14 % größer als im Vorjahreszeitraum.
Die Telefonkonferenz bietet anschließend Gelegenheit, die Zahlen und die weiteren Vorhaben einzuordnen. HIVE plant, die Veröffentlichung sowie die Aufzeichnung auf seiner Investor-Relations-Website zugänglich zu machen.
GPU-Finanzierung bildet wichtigen Hintergrund
Zum finanziellen Hintergrund des Berichts gehört eine bereits abgeschlossene Kreditfazilität für einen Nvidia-GPU-Cluster. Sie umfasst rund 129 Mio. US-Dollar, läuft über drei Jahre und trägt einen festen Jahreszins von 9 %.
Die Rückzahlung soll aus den Erlösen eines Vertrags mit Cohere erfolgen. Damit steht der Finanzierung eine vertraglich vereinbarte Einnahmequelle gegenüber. Für die Einordnung bleibt allerdings wesentlich, dass Vertragsvolumen nicht mit bereits realisiertem Quartalsumsatz gleichzusetzen ist.
Der Cluster kostet rund 165 Mio. US-Dollar. Der Kredit deckt etwa 80 % dieser Kosten. CEO Aydin Kilic bezifferte den Cohere-Vertrag einschließlich Konnektivität und Speicher laut TheStreet auf 225 Mio. US-Dollar.
Die übrigen Clusterkosten sollen aus früher begebenen zinslosen Wandelanleihen finanziert werden. Durch die Kreditfazilität selbst werden keine neuen HIVE-Stammaktien ausgegeben. Die Wandelanleihen können allerdings künftig in Aktien umgewandelt werden.
Die Lieferung des Clusters wird gegen Ende des vierten Quartals 2026 erwartet. Für die anstehende Ergebnisvorlage sind deshalb zwei Ebenen zu trennen: das aktuelle operative Ergebnis und die Umsetzung des finanzierten Ausbauprojekts. Ein großer Vertragswert allein beantwortet noch nicht die Frage nach der laufenden Ertragskraft.
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