Holmen, Aktie

Holmen AB Aktie: Wartung drückt Quartalsgewinn

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 09:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Iggesund-Stillstand belastete Holmens Ergebnis im dritten Quartal; zugleich kündigte der Konzern eine Aufteilung des Forstbereichs an.
Moderne industrielle Papier- und Forstwirtschaftsanlage in der Morgendämmerung als Symbol für die Holzindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Der Gewinn bricht im dritten Quartal ein, die Neuordnung im Konzern läuft parallel an. Holmen meldet für die Monate Juli bis September deutlich schwächere Zahlen als im Vorjahr und baut gleichzeitig die Organisation um.

Gewinn fällt auf 391 Millionen Kronen

Der Nettogewinn sank auf 391 Millionen schwedische Kronen, nach 944 Millionen im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie fiel von 6,1 auf 2,6 Kronen. Der Umsatz ging von 5,33 auf 4,95 Milliarden Kronen zurück.

Das operative Ergebnis lag bei 549 Millionen Kronen, im Vorjahr waren es 737 Millionen. Die operative Marge sank damit von 14 auf 11 Prozent.

Als Hauptgrund nennt das Unternehmen einen großen Wartungsstillstand im Werk Iggesund. Gegenüber dem zweiten Quartal kostete er rund 140 Millionen Kronen operatives Ergebnis. Hinzu kommen die schwache Baunachfrage und zurückhaltende Verbraucher, die die Märkte für Forstprodukte weiter belasten. Niedrigere Holzpreise und eine bessere Effizienz in den Sägewerken milderten den Effekt teilweise.

Neun Monate im Rückblick

Über die ersten neun Monate steht ein operatives Ergebnis von 2,07 Milliarden Kronen zu Buche, nach 2,53 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie beträgt 10,0 Kronen statt 14,7 Kronen. Einzig die Wasser- und Windkraft steuerte mehr zum Ergebnis bei, alle anderen Bereiche verdienten weniger.

Positiv fällt der Blick auf die Bilanz aus. Die Nettoverschuldung sank gegenüber dem zweiten Quartal auf 5,81 Milliarden Kronen und entspricht 11 Prozent des Eigenkapitals. Der Cashflow nach Investitionen erreichte im Quartal 703 Millionen Kronen.

Forstsparte wird geteilt

Zeitgleich kündigte Holmen an, den Geschäftsbereich Forst in zwei eigenständige Bereiche aufzuteilen. Die Holzbeschaffung wird künftig als eigene Einheit geführt. Sie soll Einkauf und Lieferungen an die Werke nach Kosten, Liefersicherheit und Wettbewerbsfähigkeit optimieren.

Der eigene Waldbesitz konzentriert sich dagegen auf laufenden Cashflow und Waldwachstum, um den langfristigen Wert der Flächen zu stärken. Beide Bereiche erhalten volle Ergebnisverantwortung und sind im Konzernmanagement vertreten. Sören Petersson übernimmt den eigenen Wald, Fredrik Holgersson die Holzbeschaffung.

Stellenabbau ist nicht geplant. Die Umsetzung beginnt sofort und soll im dritten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Bis dahin dürfte der Konzern zeigen, ob die klarere Aufgabenteilung die Ertragskraft der Industriesparte stützt, die zuletzt unter Nachfrageschwäche und hohen Wartungskosten litt.

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