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Home Depot Aktie: SRS-Zukauf erweitert Profikundennetz

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 15:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Im zweiten Quartal stiegen Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie; für 2026 hält Home Depot an seiner Umsatzprognose fest.

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Home Depot US4370761029 zeigt extreme Makro-Nahaufnahme von Schraubendreher in Schraube mit frischen Holzspänen Illustration mit AI erstellt.

Im heutigen Handel klettert die Aktie von Home Depot um 3,0 Prozent auf 272,90 Euro. Während US-Hypothekenzinsen von über sieben Prozent den Immobilienmarkt der Vereinigten Staaten belasten, stützen kleinere Reparatur- und Instandhaltungsprojekte das Geschäft des weltgrößten Baumarktkonzerns.

Reparaturprojekte fangen Marktschwäche auf

Finanzchef Richard McPhail beschrieb den US-Wohnungsmarkt jüngst als „eingefroren“. Teure Finanzierungen und wirtschaftliche Unsicherheiten bremsen den Umschlag von Wohneigentum, was die Nachfrage nach größeren Umbauarbeiten und Baustoffen branchenweit dämpft.

Dennoch behauptet sich Home Depot operativ besser als befürchtet. Im zweiten Quartal erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 47,86 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte auf 4,92 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Verbraucher meiden im aktuellen Umfeld kostspielige Großprojekte und verschieben den Kauf neuer Immobilien. Stattdessen investieren Hausbesitzer gezielt in die Instandhaltung bestehender Bausubstanz. Kleinere Heimwerkerarbeiten und die Nachfrage professioneller Handwerksbetriebe sichern dem Konzern so weiterhin ein stabiles Grundgeschäft.

Prognose und gezielter Zukauf

An den Zielen für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hält das Management fest. Das Unternehmen stellt ein Umsatzwachstum zwischen 2,5 und 4,5 Prozent in Aussicht. Um Kostensteigerungen bei Kraftstoffen und Vorprodukten zu bewältigen und die Verkaufspreise attraktiv zu halten, setzt Home Depot unter anderem auf erwartete Zollrückerstattungen.

Gleichzeitig stärkt der Konzern seine Marktposition bei gewerblichen Profikunden. Im ersten Halbjahr flossen netto 1,33 Milliarden US-Dollar in Akquisitionen, mit denen insbesondere das Netzwerk um mehr als 1.340 Standorte des Baustoffanbieters SRS erweitert wurde. Dieser Schritt soll den Zugriff auf lukrative Handwerkeraufträge sichern.

Dividende und Ausblick auf das dritte Quartal

Rückhalt für Anleger bietet die verlässliche Ausschüttungspolitik. Seit 156 Quartalen schüttet das Unternehmen ununterbrochen eine Bardividende aus, die zuletzt auf 2,33 US-Dollar je Aktie festgesetzt wurde. Im 12-Monats-Vergleich steht für das Papier an den Märkten dennoch ein Rückgang von 18 Prozent zu Buche.

Neue Hinweise darauf, wie widerstandsfähig sich die Nachfrage vor dem Hintergrund des anhaltend hohen Zinsniveaus erweist, bringt der nächste Quartalsbericht. Home Depot wird die Geschäftszahlen für das dritte Quartal am 17. November veröffentlichen.

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