Hon Hai Precision Industry Aktie: Zwölf Elektroautos
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 05:59 Uhr | Redaktion boerse-global.deFoxconn will mehr sein als der Auftragsfertiger für iPhones und KI-Server. Auf der hauseigenen Technologiekonferenz Hon Hai Tech Day in Taipeh zeigte der Konzern heute drei neue Elektrofahrzeuge. Zugleich präsentierte er seine Rolle in der KI-Infrastruktur von Nvidia in bislang ungekanntem Umfang.
Drei neue Referenzmodelle für Auftragskunden
Die Modelle A+, K+ und K erweitern die Palette an Referenzfahrzeugen auf insgesamt zwölf. Foxconn verkauft sie nicht unter eigener Marke. Sie dienen als Designplattformen, die Autohersteller und andere Kunden im Rahmen von Auftragsentwicklung und -fertigung anpassen können.
Das Modell A+ zielt als SUV auf das wachsende B-Segment und nutzt Radnabenmotoren. Das Modell K+ richtet sich an jüngere Käufer und soll sich individuell konfigurieren lassen, etwa bei Reichweite und Elektronikarchitektur. Das Modell K ist ein kompakter Lieferwagen für die in Japan beliebte Kei-Klasse, gedacht für die letzte Meile und Mobilitätsdienste.
Der Fokus auf Japan fällt auf. Auf der Bühne sprachen Vertreter von Honda R&D und Mitsubishi Electric Mobility über ihre Elektromobilitätsprojekte mit Foxconn. „Die neuen Referenzfahrzeuge beschleunigen Markteinführung, Kosten und Technologie für unsere Kunden", sagte EV-Strategiechef Jun Seki sinngemäß. Ausgestellt waren zudem Batterietechnik von den Materialien bis zum Batteriemanagement sowie ein Rechtslenker des Modells B.
KI-Server bleiben das Schwergewicht
Das größere Geschäft zeigte der Konzern in der Halle nebenan. Ein Viertel der Rekordzahl von 321 Exponaten entfiel auf die Zone „Token Factory". Im Mittelpunkt stand die Nvidia-Plattform Vera Rubin, von der Integration ganzer Racks bis zur Fertigung einzelner Komponenten.
Besonders präsent war der Nvidia DSX POD. Das vorgefertigte Referendesign erlaubt es Partnern, KI-Infrastruktur in modularen Containern vorzuintegrieren und vor der Auslieferung zu validieren. Hinzu kamen Lösungen für Kühlung, Stromversorgung und Co-Packaged Optics, die als nächster Trend in KI-Rechenzentren gelten.
Konzernchef Young Liu beschrieb den Umbau so: Foxconn wandle sich zu einem Dienstleister für Technologiefertigungsplattformen. Die Stärke solle über Unterhaltungselektronik, KI und Elektromobilität hinaus auch in Raumfahrt und Robotik wirken. Auf der Bühne diskutierten Nvidia, Google und Schneider Electric über KI-Infrastruktur.
Einordnung
Die Elektroautos bleiben vorerst Zukunftsgeschäft, die KI-Server tragen die Erlöse. Marktbeobachter dürften die Referenzmodelle vor allem als Signal werten, dass Foxconn Kundenbeziehungen in Japan ausbaut. Die Konferenz läuft noch bis morgen, 31. Oktober, in der Taipeh Nangang Exhibition Hall.
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