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Horizon Finance Aktie: Rückkauf trotz Rückschlag

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 16:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Horizon Technology Finance leidet unter Soli-Abschreibung, kündigt aber Aktienrückkäufe und stabile Dividenden an. Portfolio wächst weiter.

Horizon Finance: Aktienrückkauf trotz Soli-Abschreibung und Kursrutsch
Abstrakte Darstellung einer modernen Finanzwelt mit Fokus auf Stabilität und strategisches Kapitalmanagement. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein einzelner Portfoliowert reicht aus, um ein ganzes Quartal zu verhageln. Bei Horizon Technology Finance drückte eine Abschreibung auf das Investment "Soli" den Gewinn kräftig nach unten – obwohl das Kreditportfolio wächst und die operative Basis stabil bleibt. Die Aktie reagierte prompt: Nachbörslich brach der Kurs um 6,92 Prozent auf 4,24 Dollar ein, nach zuvor 4,55 Dollar.

Der Soli-Effekt drückt auf die Bilanz

Im Juni musste Horizon erkennen, dass die Kapitalerhöhungspläne von Portfoliounternehmen Soli deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Folge: eine Abschreibung von insgesamt 39 Millionen Dollar auf Eigen- und Fremdkapitalpositionen. Das drückte den Nettoinventarwert je Aktie von 6,98 Dollar im ersten Quartal auf 6,23 Dollar. Management betonte, es handle sich um ein unternehmensspezifisches Problem, keine Aussage über die gesamte Venture-Debt-Branche.

Beim Kernergebnis zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Das ausgewiesene Nettoinvestitionsergebnis fiel auf 0,11 Dollar je Aktie, deutlich unter der Analystenschätzung von 0,1283 Dollar und weit unter dem Vorjahreswert von 0,28 Dollar. Herausgerechnet die einmaligen Fusionskosten von 4,4 Millionen Dollar hätte das bereinigte Ergebnis bei 0,18 Dollar je Aktie gelegen – genug, um die reguläre Ausschüttung zu decken.

Wachstum trotz Gegenwind

Das Schuldenportfolio wuchs im dritten Quartal in Folge auf 677 Millionen Dollar, ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Rendite auf die Kreditbestände lag bei 14,9 Prozent – niedriger als die 15,8 Prozent vor einem Jahr, aber weiterhin nahe der Spitze der BDC-Branche. Der genehmigte Auftragsbestand stieg um 48 Millionen Dollar auf 228 Millionen Dollar.

Die im April abgeschlossene Fusion mit Monroe Capital soll künftig größere Transaktionen und eine breitere Kapitalbasis ermöglichen. Der Anlageberater verzichtet ab dem dritten Quartal zusätzlich auf bis zu 4 Millionen Dollar an Management- und Erfolgsgebühren, umgerechnet eine Million Dollar pro Quartal, um die Ausschüttungsdeckung zu stützen.

Der Vorstand erhöhte zudem die Rückkaufermächtigung auf insgesamt bis zu 20 Millionen Dollar – im zweiten Quartal wurden bereits rund 1,4 Millionen Aktien zu durchschnittlich 4,54 Dollar zurückgekauft. Für Oktober, November und Dezember 2026 bestätigte das Unternehmen reguläre Monatsausschüttungen von 0,06 Dollar sowie Sonderausschüttungen von 0,03 Dollar je Aktie.

Für das dritte Quartal erwartet das Management weiteres Portfoliowachstum. Vier neu zugesagte Venture-Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 87 Millionen Dollar sind bereits eingetütet, gestützt auf den bestehenden Auftragsbestand von 228 Millionen Dollar.

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