HOWOGE, Jahresprognose

HOWOGE bestÀtigt Jahresprognose

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 10:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

HOWOGE hĂ€lt an FFO-Prognose von 180 bis 200 Mio. Euro fest. Fitch hebt BonitĂ€t auf AA+, EIB stellt 500 Mio. Euro fĂŒr Neubau bereit.

HOWOGE trotzt Marktdruck: Berlins Landeswohnungsunternehmen bestÀtigt Jahresziele
Modernes WohngebĂ€ude der HOWOGE im warmen Licht der goldenen Stunde. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Berlins landeseigenes Wohnungsunternehmen liefert solide Zahlen und hĂ€lt Kurs. HOWOGE bestĂ€tigt nach einem starken ersten Halbjahr 2026 die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr – ein FFO zwischen 180 und 200 Millionen Euro bleibt das Ziel. Wer angesichts des angespannten Berliner Wohnungsmarkts eine VerschĂ€rfung der Lage erwartet hatte, wird von den Zahlen eines Besseren belehrt.

Vermietung und Neubau treiben das Ergebnis

Die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung stiegen im ersten Halbjahr um 2,6 Prozent auf 230,1 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 1,9 Prozent auf 160,8 Millionen Euro zu. Der Wohnungs-FFO blieb mit 106,3 Millionen Euro stabil auf Vorjahresniveau.

Mit rund 83.300 Wohnungen zĂ€hlt HOWOGE zu den grĂ¶ĂŸten Vermietern Deutschlands. Im ersten Halbjahr wurden 536 neue Wohnungen fertiggestellt, die durchschnittliche Bestandsmiete liegt bei 7,18 Euro pro Quadratmeter – deutlich unter dem Berliner Marktniveau. Der bereinigte Leerstand fiel auf lediglich 1,2 Prozent, ein Zeichen fĂŒr die anhaltend hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in der Hauptstadt.

Parallel zum Wohnungsbau treibt das Unternehmen die Berliner Schulbauoffensive voran. Drei neue Schulen mit insgesamt 1.864 PlĂ€tzen gingen im ersten Halbjahr in Betrieb, sechs weitere befinden sich im Bau. Im September soll zudem das Heinrich-Hertz-Gymnasium an den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ĂŒbergeben werden.

BonitÀt und Finanzierung ziehen an

Der Immobilienportfolio-Wert kletterte auf 15,2 Milliarden Euro, wĂ€hrend der Verschuldungsgrad im Wohnsegment mit rund 31,3 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau lag. Die Ratingagentur Fitch hob die BonitĂ€tsnote im ersten Halbjahr auf AA+ an, S&P bestĂ€tigte sein Rating und stufte den Ausblick auf positiv hoch. Beide Agenturen wĂŒrdigen damit die enge Verbindung zum Land Berlin als EigentĂŒmer.

Hinzu kommt eine milliardenschwere Finanzierungsvereinbarung mit der EuropĂ€ischen Investitionsbank: Ein unbesicherter Kreditrahmen ĂŒber 500 Millionen Euro soll den Neubau von rund 3.200 Wohnungen bis 2029 ermöglichen, mindestens die HĂ€lfte davon im geförderten Segment. Es handelt sich um die grĂ¶ĂŸte EIB-Finanzierung fĂŒr Wohnungsinvestitionen in Deutschland der vergangenen zehn Jahre.

Langfristig will HOWOGE seinen Bestand auf etwa 100.000 Wohnungen ausbauen – vor allem durch eigenen Neubau statt durch ZukĂ€ufe, wie es in den vergangenen Jahren ĂŒblich war. Die Zahlen des ersten Halbjahres liefern dafĂŒr das finanzielle Fundament.

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