HydrogenPro: Bezugsrechtsemission abgeschlossen und Grundkapital erhöht
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 13:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der norwegische Wasserstoffspezialist HydrogenPro hat die jüngsten Schritte zur Stärkung seiner Kapitalbasis erfolgreich beendet. Nachdem das Unternehmen bereits im Juni eine Privatplatzierung durchgeführt hatte, wurde nun auch die anschließende Bezugsrechtsemission (Subsequent Offering) vollständig abgewickelt und offiziell im norwegischen Unternehmensregister eingetragen. Die neuen Anteilscheine stießen auf Interesse bei den Anlegern.
Nachfrage in der Bezugsfrist
Die Ergebnisse der Kapitalmaßnahme zeigen eine Nachfrage der Investoren. Wie HydrogenPro am 21. Juli mitteilte, war das Subsequent Offering überzeichnet. Insgesamt wurden 22.536.100 Aktien von den Anlegern nachgefragt, während lediglich 12.762.444 neue Anteile zu einem Preis von 0,50 NOK pro Stück angeboten wurden.
Mit dem Abschluss dieser Phase und der Registrierung am 29. Juli hat sich das Grundkapital des Unternehmens auf 2.765.746,66 NOK erhöht. Die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien beläuft sich nun auf 138.287.333 Stück. Bereits im Vorfeld hatte HydrogenPro durch eine Privatplatzierung von 30 Millionen neuen Aktien einen Bruttoerlös von 15 Millionen NOK erzielt, um den laufenden Betrieb und die Weiterentwicklung der eigenen Technologie zu finanzieren.
Management beteiligt sich an Kapitalerhöhung
Führungskräfte und ihnen nahestehende Kreise beteiligten sich an der Kapitalerhöhung. Laut Berichten von Inderes wurden der Jardis Invest AS, die dem CEO Jarle Dragvik zugerechnet wird, im Rahmen des Subsequent Offering 33.756 neue Aktien zugeteilt. Zudem meldete TradingView, dass Jan-Henrik Kuhlefelt, General Manager von HydrogenPro Tianjin, 100.000 Aktien zeichnete und damit seinen Bestand von zuvor 10.000 Anteilen ausbaute.
An der Börse sorgten diese Meldungen heute für eine Erholung, nachdem das Papier in den vergangenen Monaten unter Druck geraten war. Die Aktie stieg am heutigen Donnerstag um 11,90 % auf 0,0602 €. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 65,08 %.
Fokus auf Großprojekte und Quartalszahlen
Operativ konzentriert sich das Unternehmen auf die Umsetzung seiner Auftragspipeline, die sich laut Managementangaben vom Juni auf rund eine Milliarde NOK beläuft. Zwei Verträge, die etwa 30 % dieses Volumens im späten Stadium der Vertriebspipeline ausmachen, sollen voraussichtlich noch im dritten Quartal 2026 die finale Investitionsentscheidung (FID) erreichen.
Ein Meilenstein wurde im US-Bundesstaat Utah verzeichnet. Im Rahmen des ACES-Projekts sind mittlerweile alle 40 Elektrolyseure voll einsatzfähig. Detaillierte Einblicke in die finanzielle Entwicklung des zweiten Quartals und das erste Halbjahr 2026 wird das Unternehmen am 21. August vorlegen, wenn der turnusmäßige Zwischenbericht zur Veröffentlichung ansteht. Im ersten Quartal lagen die EBITDA-Verluste bei 32 Millionen NOK.
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